© Rene Knabl
Wirtschaft
21.05.2026

Partnerschaft als Erfolgsfaktor

Im Interview beschreibt Franz Grünwald, wie die PMS Gruppe Industrieunternehmen bei der Bewältigung komplexer Transformationsprozesse begleitet und warum regionale Verwurzelung und internationale Ausrichtung kein Widerspruch sind.

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advantage: Die PMS Gruppe hat sich in den letzten Jahren bemerkenswert entwickelt. Was macht Ihr Unternehmen heute im Kern aus?

Franz Grünwald: Unser Anspruch ist es, ein verlässlicher Gesamtlösungsanbieter zu sein – nicht nur ein Lieferant von Standardprodukten. Wir analysieren die spezifischen Anforderungen unserer Kund:innen und entwickeln gemeinsam mit ihnen passgenaue Lösungen. Dabei begleiten wir Projekte von der Konzeptionierung und der Detailplanung über die Umsetzung bis hin zur laufenden Wartung. Diese Gesamtlösungskompetenz ist die Grundlage langfristiger Partnerschaften.
Ein zentrales Thema für uns ist Nachhaltigkeit, nicht als Reaktion auf aktuelle Trends, sondern als Haltung, die wir von Beginn an verinnerlicht haben. Das gibt uns heute eine starke Marktposition. Wir verbinden Innovationskraft mit Verantwortung und entwickeln wirtschaftlich tragfähige, resiliente Lösungen – in der Elektrotechnik, bei wärmetechnischen Anlagen und im Bereich der Entwicklung von KI-gesteuerten Biomasseheizkraftwerken.

Franz Grünwald, Geschäftsführer der PMS Gruppe

Wir beschäftigen uns laufend mit neuen Entwicklungen - nicht nur um Trends zu folgen, sondern um die Zukunft aktiv mitzugestalten.

Die Industrie steht unter massivem Transformationsdruck. Wo sehen Sie die größten Veränderungen – und welche Rolle spielt PMS dabei?

Die Dekarbonisierung ist der entscheidende Wandel: der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien. Das erfordert technisches Know-how, Erfahrung und strategischen Weitblick. Wer in diesem Bereich den Anschluss verliert, wird es schwer haben – für Unternehmen, die den richtigen Partner an der Seite haben, eröffnen sich jedoch enorme Chancen.
Zu den bedeutendsten Projekten, an denen wir mitwirken, zählen die grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenöfen bei der voestalpine in Linz und Donawitz, beide gehören zu den größten Umweltprojekten Österreichs. Mit durchdachten Gesamtkonzepten und ergänzt durch Batteriespeicher sowie Wind- und PV-Anlagen lassen sich konkrete Einsparpotenziale im gesamten Energiemanagement realisieren.

Der Auftrag im Rahmen von „greentec steel“ gilt als Leuchtturmprojekt. Warum ist er mehr als ein Großauftrag?

Weil er einen echten Wendepunkt markiert. Dieses Projekt ist nicht nur eine massive Investition der voestalpine, es ist auch eine der zukunftsweisendsten. Es setzt Impulse, die weit über das Unternehmen hinauswirken werden, und zeigt, dass industrielle Transformation in diesem Ausmaß heute technisch realisierbar ist. Noch vor wenigen Jahren wäre das schlicht nicht möglich gewesen.
Die voestalpine übernimmt hier Verantwortung und treibt den Wandel aktiv voran. Für uns als Partner ist das weit mehr als ein Auftrag, es ist ein Beitrag zu einem Kapitel Unternehmensgeschichte, auf das wir stolz sind.

Sie begleiten Ihre Kunden häufig über einzelne Projekte hinaus. Was zeichnet diese langfristigen Partnerschaften aus?

Vertrauen entsteht nicht durch Verträge, sondern im Alltag. Entscheidend ist, wie Zusammenarbeit gelebt wird, vor allem dann, wenn es Herausforderungen gibt. Unsere Mitarbeiter:innen vor Ort sorgen dafür, dass kompetente Ansprechpartner:innen rasch verfügbar sind und Lösungen zügig umgesetzt werden.
Dieses Zusammenspiel aus Verlässlichkeit und Kompetenz ist das Fundament unserer Beziehungen. Viele unserer langjährigen Kund:innen schätzen genau das und empfehlen uns weiter. Unsere Entwicklung spiegelt das wider. Das Unternehmen hat sich vom Elektrotechnikbetrieb zu einem führenden Anbieter integrierter Gesamtlösungen entwickelt, unterstützt durch professionelle Netzwerkveranstaltungen und eine eigene Ausbildungsakademie.

Die PMS Gruppe ist im Lavanttal verwurzelt – und gleichzeitig international tätig. Wie passt das zusammen?

Regionale Verwurzelung ist kein Gegensatz zur internationalen Ausrichtung, sondern Teil unserer Identität. Viele unserer Mitarbeiter:innen sind eng mit dem Lavanttal verbunden, und dennoch agieren wir auf globalem Parkett.
Wenn Ansprechpartner:innen großer Konzerne zu uns ins Lavanttal kommen, erleben wir ein echtes Interesse an dem, was wir hier aufgebaut haben. Unser Technikum Lavanttal wird als starker Partner für Entwicklung, Ausbildung und Umsetzung wahrgenommen. Das macht uns nicht nur stolz, sondern motiviert uns, ständig besser zu werden.

Wofür steht die PMS Gruppe – jenseits der Technik?

Für den starken Willen, Verantwortung zu übernehmen und auch nachfolgenden Generationen einen erfüllenden Arbeitsplatz im Lavanttal zu sichern. Wir beschäftigen uns laufend mit neuen Entwicklungen – nicht um Trends zu folgen, sondern um die Zukunft aktiv mitzugestalten. Das ist mein persönlicher Antrieb und prägt das gesamte Unternehmen. Innovation und Verantwortung gehören für uns zusammen.
Durch unser PMS-Technikum Lavanttal stellen wir sicher, auch weiterhin das Know-how-Center und der Gesamtlösungsanbieter aus dem Lavanttal zu sein.

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