Vor allem erneuerbare Energiequellen und hier insbesondere Photovoltaikanlagen haben in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. © Sunstyle
Umwelt
04.05.2022

Photovoltaik: Strom und Wärme vom eigenen Dach

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Themen, die uns alle betreffen. Und jeder von uns kann auch etwas dafür tun, um Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu leben. Auch in unseren Häusern steckt diesbezüglich sehr viel Potenzial.

Vor allem erneuerbare Energiequellen und hier insbesondere Photovoltaikanlagen haben in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Der Ansturm auf die Errichtung dezentraler Stromerzeugungsanlagen zeigt, dass die Österreicher gewillt sind, die Energiewende mitzutragen.

Moderne erneuerbare Energien

Die von Menschen verursachte Klimaveränderung schreitet rasant voran. Das bekommen gerade Bewohner größerer Städte besonders deutlich zu spüren. So werden etwa Hitzetage mit über 30 Grad immer häufiger oder Unwetter und Überschwemmungen immer heftiger. Hauptursache für diese Entwicklung ist die enorme Menge an Kohlendioxid (CO2), die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas über die letzten rund 150 Jahre in die Atmosphäre gelangt ist. Davor nutzten die Menschen andere, nachhaltige Energiequellen wie Holz, Wind- und Wasserkraft. Das Ziel der Energiewende ist es daher, das Energiesystem wieder weg von klimaschädlichen fossilen hin zu modernen erneuerbaren Energien umzustellen.

Nachhaltiges Energiesystem

Als „erneuerbar“ oder „regenerativ“ werden Energiequellen bezeichnet, die sich – anders als fossile Energiequellen – durch Nutzung nicht erschöpfen oder sich auf natürliche Weise erneuern. Dazu zählen neben der Sonnenenergie zur Strom- und Wärmegewinnung (Photovoltaik und Solarthermie) vor allem Wasserkraft, Windenergie und Erdwärme (Geothermie). Auch Biomasse wie Holz und Pflanzenreste sowie daraus gewonnenes Biogas gelten als erneuerbar und CO2-neutral. Bei ihrer Nutzung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanze während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat.

Wie funktioniert Photovoltaik?

Sonnenenergie zur Strom- und Wärmegewinnung zu nutzen, ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Vor allem Photovoltaikanlagen, die am Dach angebracht werden können, stehen hoch im Kurs. Unter Photovoltaik versteht man die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie. Dafür werden in der Regel 60 bis 72 Solarzellen auf einem Modul angebracht. Mehrere Module bilden eine Photovoltaik-Anlage. Der Strom kann direkt vor Ort genutzt, in einem Stromspeicher zwischengespeichert oder in  das Stromnetz eingespeist und an ein Energie versorgungsunternehmen verkauft werden. Die Anlage kann direkt am Gebäude (zum Beispiel auf dem Dach) angebracht oder in die Fassade integriert werden. „Die Nutzung von ganzen Dachflächen zur Energiegewinnung ist eine Notwendigkeit, um die Energieerzeugung eines Gebäudes zu maximieren. Dadurch kann saubere und nachhaltige Energie erzeugt werden, die Sie in die Lage versetzt, Energieunabhängigkeit zu erreichen“, erklärt Helmut Ellensohn, Repräsentant von Sunstyle, einem Unternehmen, das Photovoltaikmodule in Schuppenform für Dächer herstellt.

Ertrag der Photovoltaik-Anlage

Eine Photovoltaik-Anlage in Österreich erzielt pro Kilowattpeak einen jährlichen Stromertrag von 900 bis 1.100 Kilowattstunden. Pro Kilowattpeak wird eine Fläche von etwa sieben Quadratmetern benötigt. Ein durchschnittlicher Haushalt mit vier Personen hat einen Stromverbrauch von rund 4.000 Kilowattstunden pro Jahr. Eine Photovoltaik-Anlage mit vier Kilowattpeak kann damit etwa gleich viel Sonnenstrom produzieren, wie der Haushalt benötigt. Der Flächenbedarf für die Photovoltaik-Anlage liegt damit bei rund 28 Quadratmetern. Rund 30 Prozent des Sonnenstroms können direkt im Gebäude genutzt werden. Der restliche Sonnenstrom wird im Stromspeicher für später zwischengespeichert oder in das Stromnetz eingespeist.

HIER geht es zum Interview mit Helmut Ellensohn.

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