Fotos Credit: SURAAA/kk
Wirtschaft
19.09.2022

Pörtschach als Drehscheibe für die Mobilität der Zukunft

Unter dem Motto „Automatisierte Mobilität - Praxis und Zukunft“ fand sich im Rahmen des Kärntner Mobilitätstages ein europaweites Fachpublikum in Pörtschach ein.

IÖB und Wirtschaftskammer nutzten die Expertise des Automatisierungsprojektes SURAAA, um zu neuesten Erkenntnissen in der E-Mobilität, zum autonomen (fahrerlosen) Fahren und zu Zukunftsszenarien der Mobilität zu gelangen.

Zukunftsfitte Mobilitätslösungen

Der IÖB (Innovationsfördernde öffentliche Beschaffung) aus Wien, hat in Kooperation mit SURAA eine inhaltliche Brücke zwischen dem Personen- und dem Gütertransport der Zukunft konstruiert und bot so den rund 80 Gästen ein abwechslungsreiches Programm. Landesrat Sebastian Schuschnig erläuterte die Mobilitätsstrategie des Landes Kärnten: „Zukunftsfitte Mobilitätslösungen werden uns auf vielfältige Weise beschäftigen. Einerseits brauchen wir Lösungen, um sowohl die drohende Lücke im Personalbereich als auch bei Verbindungen und Taktungen im ÖPNV zu schließen, andererseits müssen wir Antworten auf die Frage zu neuen Antriebsformen, wie z.B. den Wasserstoff finden. Mit unserem Projekt SURAAA sind wir dabei auf einem guten Weg, einen Teil dieser Antworten zu finden.“

Testen ist der Schlüssel zum Erfolg

Für Michael Nikowitz vom BMK muss die Sicherheit im Zusammenspiel aller neuen Mobilitätsformen an oberster Stelle stehen: „Testen, testen, testen! Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Hand ist es, die Testmöglichkeiten zu ermöglichen, um die Entwicklung weiter voranzutreiben.“ Dass es auch bei der Automatisierung von Gütermobilität und Arbeitsmaschinen stetig vorangeht zeigte Eva Tatschl-Unterberger von Digitrans in ihrem Impuls, verdeutlichte aber, dass gerade in der Definition des autonomen Fahrens noch gravierende Unterschiede zwischen verschiedenen Anbietern gibt. Hier fordert sie schnellstens eine klare Anpassung unter den Systemen, um auf allen Ebenen im internat. Vergleich mitzuhalten. Martin Russ, Geschäftsführer der Austriatech, einer 100%-Tocher des BMK, sieht viel Bewegung im Thema, mahnt aber zur Geschlossenheit und Zusammenarbeit. Aus seiner Sicht gibt es z.B. auf europäischer Ebene noch zu wenig Einigkeit im gemeinsamen Rechtsrahmen und noch zu große Unterschiede, hinsichtlich Anzahl und Komplexität der Anforderungen, die erfüllt werden müssen.

Es geht nur gemeinsam

„Nur in Allianz und in gemeinsamer Einigkeit, werden wir sowohl auf Landes- als auch Bundesebene in dem Tempo vorankommen, welches notwendig ist, um im europaweiten und internationalen Vergleich mitzuhalten. Der Austausch untereinander muss noch mehr forciert werden. Denn in diesem jungen Thema müssen wir voneinander lernen. Wir in Kärnten haben uns dazu entschlossen, mit dem Projekt SURAAA unseren Anteil zu leisten und befinden uns auf einem guten Weg,“ zeigt sich Albert Kreiner, Leiter der Abt. 7 (Wirtschaft und Mobilität) vom Amt der Kärntner Landesregierung zufrieden.

Praxistests in Pörtschach

Der zweite Veranstaltungstag stand im Zeichen der Praxistests: Am Monte-Carlo-Platz, im Ortszentrum von Pörtschach, wurden unterschiedlichste Mobilitätslösungen – vom automatisierten (fahrerlosen) Shuttle, über autonome Arbeitsmaschinen, verschiedene Mobilitätsdienstleistungen bis zu e-Mopeds, e-Scooter zum Testen angeboten. Am Programm standen auch spannende Workshops von Digitrans und ALP.Lab bzw. von Ioki aus Deutschland.

Vielfalt der Mobilität

Begonnen hat das reichhaltige Programm am Donnerstagvormittag für Teilnehmer des 1. Mobilitätstages der Wirtschaftskammer. Auf dem Wasserweg angereist, konnten die Besucher die Weiterreise mit unterschiedlichen Mobilitätsangeboten, wie e-Scooter oder e-Bikes absolvieren. Bei der Expo am Monte-Carlo-Platz zeigten Aussteller die neuesten e-Automodelle, e-Roller, e-Bikes und Scooter. Im Zentrum des Interesses stand der fahrerlose Shuttlebus von SURAAA, inkl. Praxistest. Weiter ging es im see:PORT mit Vorträgen u.a. von SURAAA-Projektleiter Walter Prutej, der einen Ausblick über die Entwicklungen in der automatisierten Mobilität gab und Zukunftsszenarien skizzierte.

SURAAA (Smart Urban Region Austria Alps Adriatic)

Mit SURAAA setzt das Land Kärnten mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung eine einzigartige Initiative in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Mobilität um. Ziel ist, sich europaweit als innovative Vorzeigeregion zu positionieren, die Attraktivität als Wirtschaftsstandort zu stärken und innovative Projekte in den Bereichen automatisierter Mobilität, Entrepreneurship und Innovation zu fördern.

Das SURAAA-Team arbeitet und forscht aktuell in den folgenden Bereichen: autonomes Fahren (Schwerpunkt), Entrepreneurship und Innovation (www.seeport.at). Innovative Projekte in den Bereichen Smart City (u.a. Smart Lighting), eTourismus und Smart Farming wurden bis Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen. Seit Mai 2018 befindet sich ein autonomes Shuttle in Pörtschach am Wörthersee im täglichen Test-Echtbetrieb, seit Mai 2019 auf der Bundesstraße.

Österreichs erster autonomer Linienbetrieb – seit 2018 täglich und nach Fahrplan!

Weitere Infos: www.suraaa.at

Fotos Credit: SURAAA/kk
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