Heinz E. Pfeifer, Präsident BSVK – Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten
© BSVK
Täglich finden sich neue Möglichkeiten, um die Code-Quadrate zu nutzen. Warum nicht auch als Brücke zu barrierefreien Lösungen?
Ein QR-Code auf Rechnungen oder Informationsbroschüren
Dahinter kann eine barrierefreie Version des Schriftstücks hinterlegt werden. Am Smartphone kann beliebig vergrößert werden, der Inhalt vorgelesen oder in beliebige Sprachen übersetzt werden. Die einen freuen sich über den barrierefreien Zugang zu den Informationen und die anderen über die einfache Möglichkeit, die Unterlagen zu ordnen und abzuspeichern.
QR-Code als Ergänzung auf Aushängen und Informationstafeln
Funktionale Analphabeten, Sehbehinderte oder blinde Menschen, Menschen mit Lernschwierigkeiten oder mit mangelnden Deutschkenntnissen: rund 25 bis 30 Prozent der Menschen können ausgehängte Texte nicht lesen. Auch hier kann mit QR-Codes Abhilfe geschaffen werden. Hinter dem Code wird die Information – am besten in einem barrierefreien E-Book-Format – hinterlegt und somit ein Zugang für alle geschaffen. Mit Hilfe des Smartphones werden die Informationen vorgelesen, vergrößert, übersetzt oder leicht verständlich gemacht. Eine Win-Win-Situation für alle!
Doch Achtung!
Es müssen bestimmte Vorgaben beachtet werden, damit die digitalen Inhalte hinter den QR-Codes auch wirklich vielseitig barrierefrei nutzbar sind. Gerade sehbehinderte und blinde Nutzer:innen stehen immer wieder vor digitalen Barrieren. Das menschliche Auge liest die Inhalte anders als die EDV. Barrierefreie Webseiten werden auch von Suchmaschinen und KI-Anwendungen besser gefunden und genutzt. Ja, auch die KI hat ihre Probleme mit digitalen Barrieren! Der Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten ist gerne behilflich bei der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit. Barrierefreiheit zum Nutzen für alle!
Heinz E. Pfeifer, Präsident BSVK – Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten
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