© Caroline Knauder
Wirtschaft
09.04.2026

Rekordergebnis: BKS Bank steigert Dividende deutlich

Stabiles Kreditwachstum, eine hohe Nachfragen nach nachhaltigen Finanzierungen und eine klare Digitalstrategie prägen das Geschäftsjahr 2025.

Obwohl das Jahr 2025 wirtschaftlich herausfordernde Rahmenbedingungen bot, konnte die BKS Bank an die Rekordergebnisse der Vorjahre anschließen. Das Jahresergebnis lag bei 147 Millionen Euro. Damit steigt die Dividende je Aktie gegenüber 2024 um 25 Prozent auf 0,5 Euro – die höchste in der Geschichte der BKS Bank.

„Auch wenn es viele Unsicherheitsfaktoren gibt, investieren unsere Kund:innen wieder verstärkt in die Zukunft und fokussieren sich auf Chancen."

Nikolaus Juhász, Vorstandsvorsitzender der BKS Bank

Wachstum im Kreditgeschäft

Im Kreditgeschäft wurde ein Plus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Insgesamt wurden Kredite im Volumen von 1,8 Milliarden Euro vergeben. Bei Privatkunden lag das Wachstum bei 39 Prozent.
„Auch wenn es viele Unsicherheitsfaktoren gibt, investieren unsere Kund:innen wieder verstärkt in die Zukunft und fokussieren sich auf Chancen statt nur auf Risiken“, sagt der Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, Nikolaus Juhász.

Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber

Mit 1,4 Milliarden Euro erreichten nachhaltige Finanzierungen einen neuen Höchststand. In den letzten vier Jahren ist das Volumen um knapp 150 Prozent gestiegen, getrieben vor allem von Firmenkunden. „Auch wenn das Thema politisch etwas in den Hintergrund gerückt ist, wird weiter in Photovoltaik, energieeffiziente Industrieanlagen und andere grüne Projekte investiert. Die Unternehmen wissen ganz genau, dass sich Nachhaltigkeit auch ökonomisch rechnet“, ist Juhász überzeugt.

Wohnbau und Veranlagung legen zu

Bei den Wohnbaufinanzierungen setzte sich die Erholung fort. Das Neugeschäft stieg auf 170,9 Millionen Euro. Gründe sind gesunkene Leitzinsen sowie stabilisierte Bau- und Immobilienkosten.
Nachhaltige Investments bleiben gefragt. Das Veranlagungsvolumen erhöhte sich 2025 um mehr als 70 Prozent auf 561,9 Millionen Euro. Das im April 2025 eingeführte Sparkonto „Mein Geld-Konto Nachhaltig Plus“ brachte binnen weniger Monate 161,6 Millionen Euro an Einlagen, die ausschließlich in nachhaltige Kredite fließen.

Wertpapiergeschäft und Kapitalbasis überzeugen

Das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft stieg um 11,2 Prozent, das Depotvolumen um 13,4 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Insgesamt betreut die BKS Bank Kundengelder von 23,3 Milliarden Euro – ein Plus von 10,3 Prozent. Die Prämieneinlagen nahmen um 430 Millionen Euro zu. „Trotz einer deutlich erhöhten Bankenabgabe und eines stark gesunkenen Leitzinsniveaus ist unser operatives Ergebnis nur leicht zurückgegangen“, zieht Juhász eine positive Bilanz. „Unser Eigenkapital liegt erstmal über zwei Milliarden Euro und ist seit 2021 um fast 40 Prozent gestiegen.“
Die Eigenkapitalrendite vor Steuern lag 2025 bei 8,3 Prozent, die harte Kernkapitalquote bei 15 Prozent und damit deutlich über den regulatorischen Anforderungen.
„Trotz mehrerer Rezessionsjahre in Österreich und eines angespannten Immobilienmarktes ist unser Risikoaufwand nur leicht gestiegen. Die Quote notleidender Kredite liegt bei 3,5 Prozent. Das ist ein guter Wert in der Branche“, sagt Nikolaus Juhász.

Geopolitik bleibt unsicher

Der Ausblick auf das Jahr 2026 ist von geopolitischen Unsicherheiten geprägt. „Wir sind in engem Austausch mit unseren Kund:innen und analysieren laufend die Auswirkungen gestiegener Energiepreise und gestörter Lieferketten“, betont Juhász. Der Nahe Osten spielt für die meisten Kunden nur eine untergeordnete Rolle, Zweitrundeneffekte sind derzeit jedoch schwer abschätzbar.

Ziele und Digitalisierung

Ziel für 2026 ist es, Zins- und Provisionsergebnis weiter zu steigern und die NPL-Quote unter dem Vorjahresniveau zu halten. Erwartet werden ein wachsendes Kreditvolumen sowie eine Annäherung an das strategische Ziel von vier bis fünf Prozent Wachstum bei den Kundenforderungen. Impulse sollen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft kommen. Für das Provisionsergebnis wird ein Plus von rund fünf Prozent angestrebt.
Parallel dazu wird die Digitalstrategie konsequent ausgebaut. Neben persönlicher Beratung investiert die Bank weiter gezielt in digitale Services. Die ID Austria wurde als zusätzliches Signatur- und Legitimationsverfahren eingeführt. Für 2026 ist geplant, die drei bestehenden Apps in einer zentralen, nutzerfreundlicheren Anwendung zu bündeln. Seit 2020 ist die Zahl der Nutzer der digitalen Portale (MyNet, BizzNet, BizzNet Pro) um rund 44.000 gestiegen. „Das positive Kundenfeedback bestätigt unseren Weg“, zeigt sich der für IT und Digitalisierung zuständige Vorstand Dietmar Böckmann zufrieden.

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