Wirtschaft

Ressourcensicherheit garantiert w&p nachhaltige Zementproduktion

Im Rahmen der forstrechtlichen Umweltverträglichkeitsprüfung informiert das Unternehmen die Bevölkerung zur geplanten Erweiterung der Steinbrüche in Wietersdorf.

Wietersdorf, 23. September 2021 … w&p Zement peilt in den 2030er Jahren eine CO2-neutrale Produktion von Zementen und Bindemitteln an und wird in den kommenden Jahren verstärkt in CO2-reduzierende Maßnahmen investieren. Die Weichen dafür werden nun in Wietersdorf gestellt. Voraussetzung dafür ist nämlich die langfristige Absicherung des Standortes mit den produktionsrelevanten Rohstoffen: Mergel und Kalkstein. Dafür ist die Erweiterung der bestehenden Steinbrüche in Wietersdorf geplant. Eine forstrechtliche Umweltverträglichkeitsprüfung (Forst-UVP) ist dafür derzeit im Gange. Die Bevölkerung wird morgen, Freitag, im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die Erweiterung sowie weitere zukunftsrelevante Projekte informiert.

Das w&p Zementwerk Wietersdorf gilt heute als Musterbeispiel einer sauberen und modernen Zementproduktion: Mit Investitionen in der Höhe von 30 Millionen Euro wurde der Standort in den letzten Jahren mit modernster Umwelt- und Produktionstechnik ausgestattet und so die Emissionen im weltweiten Vergleich auf ein Minimum reduziert. Parallel dazu wurden digitale Prozesse implementiert, die den schonenden Einsatz natürlicher Ressourcen sichern. w&p Zement gilt heute als nachhaltiger Industriebetrieb, der nun zur Fortsetzung dieses Kurses den Standort in Wietersdorf auch in Hinblick auf die zur Zementproduktion nötigen Rohstoffe Mergel und Kalkstein absichert.

Keine Steigerung der Produktionskapazitäten

„Die Weiterentwicklung unserer Abbaustätten sichert unsere Zukunft, denn sie bildet die Basis für große Investitionsprojekte. Damit können wir unseren Weg als nachhaltiger Produktionsbetrieb, verlässlicher Arbeitgeber und regionaler Impulsgeber fortsetzen“, erklärt Florian Salzer, technischer Direktor von w&p Zement. Im Rahmen der derzeit laufenden Forst-UVP wird die Fortführung der beiden Steinbrüche auf ihre Auswirkungen auf Menschen und Natur geprüft. Eine Steigerung der Produktionskapazität wird es dadurch nicht geben. Im Fokus der Forst-UVP liegen die notwendigen Rodungen, um den schrittweisen Abbau von Kalkstein und Mergel in Wietersdorf weiter zu ermöglichen. Mit der einhergehenden Renaturierung abgebauter Flächen werden Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen, die weitaus vielfältiger sind als die derzeit bestehenden Nadelwälder – wie aktuelle Studien unterstreichen.

Etappenweise Rodung in kleinen Schritten

Seit den 1960er Jahren betreibt w&p Zement die beiden Steinbrüche im unmittelbaren Umfeld des Zementwerkes. Die hier abgebauten Rohstoffe Kalkstein und Mergel werden für die Zementklinkerherstellung benötigt. Um die nachhaltige Produktion in Wietersdorf weiter abzusichern, wird nun um die schrittweise Rodung von neuen Abbauflächen angesucht. Der Abbau dieser Flächen ist bereits bergrechtlich genehmigt. Die Rodungen, die notwendig sind, um zum Rohstoff zu gelangen, erfolgen über die nächsten Jahrzehnte in kleinen Schritten. Je nach Phase wird ein neuer Bereich von ca. fünf Hektar erschlossen und im Anschluss mit dem Abbau begonnen. Parallel dazu wird eine abgebaute Fläche renaturiert und der Natur als hochwertiger Lebensraum wieder zurückgegeben. So wird gewährleistet, dass sich die offene Bergbaufläche nur geringfügig zu heute verändert. Nach rund 45 Jahren wird die nun zur forstrechtlichen Genehmigung stehende Fläche abgebaut sein. Auch für die Zeit darüber hinaus hat sich w&p Zement auf Eigengrund bereits weitere Rohstoffreserven gesichert.

Mergelabbau wird Richtung Westen und Osten erweitert

Westlich des Zementwerkes Wietersdorf liegt der Mergelbergbau mit einer derzeit offenen Fläche von rund 30 Hektar. Die Fortführung des Abbaus ist in Richtung Westen und nach Osten geplant. Abgebaut werden soll in acht Etappen. In ca. 45 Jahren wird der Abbau auf der nun zu genehmigenden Fläche abgeschlossen sein und die letzten Renaturierungsschritte werden durchgeführt.

Kalkabbau erfolgt nach Westen und Süden

Der bestehende Kalkbergbau liegt südlich des Mergelbergbaus und umfasst derzeit eine offene Abbaufläche von rund 14 Hektar. Die Fortführung ist hier in Richtung Westen und Süden geplant. In fünf Etappen wird hier über die nächsten 38 Jahre abgebaut. Danach werden auch hier die letzten Renaturierungsschritte gesetzt.

Auswirkungen dank modernster Technik gering

w&p setzt im Bergbau auf modernste Technik und optimierte Bergbaumethoden. Erst erfolgt die genaue Vermessung der Brüche durch Drohnen. Anhand der daraus entworfenen 3D-Modelle wird der Abbau geplant. Dieser erfolgt im Mergelbergbau im Reißbetrieb mittels Großhydraulikbaggern. In Ausnahmefällen werden zur Auflockerung Sprengungen durchgeführt. Im Kalkbergbau wird der Rohstoff im Bohr- und Sprengbetrieb im Etagenabbau gewonnen. Dafür erneuert das Unternehmen derzeit die Bergbauflotte mit einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro. Die neuen Bohrgeräte, Großhydraulikbagger und Muldenkipper sind nicht nur leiser und effizienter, sondern benötigen auch weniger Treibstoff und stoßen somit weniger CO2 aus. Zusätzlich werden Sicht- und Lärmschutzwälle errichtet. Mit diesem Maßnahmenbündel können die Auswirkungen auf die Anrainer in Hinblick auf Schallimmissionen, Luftschadstoffe und Erschütterungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Gutachten, die im Rahmen der Forst-UVP von Sachverständigen erstellt wurden, unterstreichen dies.

Schaffung hochwertiger Biodiversitätsflächen

Der Abbau bewegt sich über die Jahre langsam weiter. Während in kleinen Schritten Flächen (ca. fünf Hektar) gerodet und damit für den Abbau vorbereitet werden, wird in bereits abgebauten Bereichen neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen. Diese Flächen werden mit standortangepassten Gehölzen und Sträuchern, Wiesen und Teichen zu neuen Biotopen renaturiert. Mit diesem Vorgehen des schrittweisen Abbaus und der gleichzeitigen schrittweisen Renaturierung werden sich die offenen Abbauflächen im Vergleich zum jetzigen Zustand nur geringfügig verändern. In rund 45 Jahren werden beide Steinbrüche vollständig der Natur zurückgegeben sein.

Informationsveranstaltung für Bevölkerung

Mit der Auflage der Einreichunterlagen zur forstrechtlichen Umweltverträglichkeitsprüfung informiert w&p Zement die Bevölkerung über das Vorhaben. Am Freitag, 24. September, sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich ein Bild zu verschaffen und den Verantwortlichen Fragen zu stellen.

Während die Rodungen und der Abbau etappenweise voranschreiten, werden parallel dazu die abgebauten Flächen der Natur als hochwertiger Lebensraum zurückgegeben. Die Grafik zeigt den Stand nach 10 Jahren nach Bescheiderlassung. Abbildung: w&p Zement
Nach rund 45 Jahren wird der gesamte Bereich wieder vollständig renaturiert sein. Abbildung: w&p Zement
Foto: pixabay/kobthanapong
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