© JOANNEUM RESEARCH/Helge Bauer
Bildung
04.02.2026

Robotik und KI: Starkes Bündnis für die Zukunft

Mit der Vertiefung ihrer Koopera­tion setzen Universität Klagenfurt und Joanneum Research ein gemein­sames Zeichen für den For­schungs­standort Kärnten.

Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben die beiden Forschungseinrichtungen kürzlich Details zu ihrer strategischen Partnerschaft bekannt: Ein Kooperationsvertrag markiert den nächsten Schritt in der Zusammenarbeit im Bereich der Robotik-Forschung. Mit der neuen Allianz leisten die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Joanneum Research einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau von Innovation, Ausbildung und regionaler Wertschöpfung. Im Fokus der Kooperation stehen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Robotik und künstliche Intelligenz. Ziel ist es, Synergien zwischen angewandter Forschung und universitärer Lehre nutzbar zu machen und damit einen direkten Mehrwert für Studierende, Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Kärnten zu schaffen.

Forschung vernetzt

„Robotik und künstliche Intelligenz zählen zu den Schlüsseltechnologien unserer Zeit und Kärnten hat das Potenzial, hier eine führende Rolle einzunehmen“, betonte Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig. „Die vertiefte Kooperation zwischen der Universität Klagenfurt und Joanneum Research ist ein starkes Signal für den Forschungsstandort Kärnten und zeigt, wie wirkungsvoll wir unsere Stärkefelder Innovation und Kooperation miteinander verbinden können. Durch die enge Verknüpfung von universitärer Lehre, angewandter Forschung und moderner Infrastruktur – insbesondere am Standort Lakeside Park – steigern wir die internationale Sichtbarkeit Kärntens als Zentrum für Robotik-Exzellenz. Gleichzeitig entstehen neue Chancen für Spin-offs, industrielle Partnerschaften und nachhaltige Wertschöpfung in der Region.“

„Robotik und künstliche Intelligenz zählen zu den Schlüsseltechnologien unserer Zeit und Kärnten hat das Potenzial, hier eine führende Rolle einzunehmen.“

Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig

Schnittstellen der Zusammen­arbeit

Die institutionelle Verankerung der Zusammenarbeit erfolgt über eine neu geschaffene Brückenfunktion, die Christian Oswald als Leiter des Instituts ROBOTICS bei Joanneum Research übernimmt. Als wissenschaftlicher Leiter  und Schnittstelle zur Universität wirkt Hubert Zangl, Institutsvorstand am Institut für Intelligente Systemtechnologien der Universität Klagenfurt. Im Gegenzug bringen die Expert:innen von ROBOTICS ihre Expertise in die universitäre Lehre ein und stärken damit das enge Zusammenspiel von Forschung, Lehre und Infrastrukturnutzung. Als Wirtschafts- und Maschinenbauingenieur erforscht Oswald bei Joanneum Research die Wirtschaftlichkeit innovativer und experimenteller technischer Lösungen für flexible Produktionssysteme. Seine Expertise speist sich aus Erfahrungen sowohl im industriellen Umfeld als auch im Early-Stage-Bereich. Hubert Zangl ist Professor für Sensor- und Aktortechnik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Sensorik und Aktorik der Robotik mit Schwerpunkt auf der physischen Interaktion zwischen Robotern, Objekten und Menschen.

Ergänzend zu diesen Schlüsselpositionen werden studentische Mitarbeitende und Projektmitarbeitende an gemeinsamen Forschungsprojekten arbeiten. Durch die Abstimmung der Forschungsstrategien beider Partner entstehen international sichtbare Kompetenzen und klar profilierte thematische Schwerpunkte.

„Im Rahmen der neuen Kooperation können wir unsere Forschung gezielt weiterentwickeln und gleichzeitig regionale Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen.“

Heinz Mayer, Geschäftsführer Joanneum Research

Strukturen verknüpfen

„In der Robotik stehen wir in einem starken internationalen Wettbewerb mit Playern, die in ganz anderen Größenordnungen handeln “, so Ada Pellert, Rektorin der Universität Klagenfurt. „Es liegt nun an uns, durch die Kooperation mit Joanneum Research vorhandene Strukturen miteinander zu verknüpfen, damit wir gemeinsam stärker werden. Dafür brauchen wir Infrastruktur – in Form von mittlerweile schon gut ausgebauten Laboren bei Joanneum Research und an der Universität – und Personal.  In den letzten Jahren ist es uns gelungen, einen stark nachgefragten Bachelorlehrgang in der Robotik aufzubauen. Nun wollen wir auch mit einem Masterstudiengang einen stärkeren Fokus auf die Robotik legen und unser Angebot sichtbarer machen. Gleichzeitig entstehen durch gemeinsame Projekte attraktive Karrierepfade für Absolvierende in Forschung und Industrie – direkt vor Ort in Kärnten.“

Gemeinsam im Wettbewerb

Joanneum-Research-Geschäftsführer Heinz Mayer erklärte: „Es ist uns in den letzten Jahren gelungen, das Institut ROBOTICS in Klagenfurt auf die grüne Wiese zu starten und erfolgreich zu etablieren. Die enge Anbindung an die Universität Klagenfurt stärkt unsere strategische Ausrichtung und verbessert unsere Position bei der Akquisition von nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Der Wettbewerb um Fördergelder und qualifiziertes Personal wird stetig intensiver. Neben innovativen Robotik-Anwendung im industriellen Umfeld werden in Zukunft Entwicklungen im Zusammenhang mit Robotik-Steuerung und KI eine wesentliche Rolle spielen. Im Rahmen der neuen Kooperation können wir unsere Forschung gezielt weiterentwickeln und gleichzeitig regionale Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen.“

„Es liegt nun an uns, durch die Kooperation mit Joanneum Research vorhandene Strukturen miteinander zu verknüpfen, damit wir gemeinsam stärker werden.“

Ada Pellert, Rektorin der Universität Klagenfurt
Vertreter:innen von Land Kärnten, Uni Klagenfurt und Joanneum Research bei der Präsentation der Zusammenarbeit im Bereich Robotik und KI
V. l.: DI Christian Oswald, Univ.-Prof. DI Dr. Hubert Zangl, LHStv.in Dr.in Gaby Schaunig, Rektorin Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Ada Pellert, JR-GF Dr. Heinz Mayer, Vizerektor Assoc. Prof. Dr. Jan Steinbrener. © JOANNEUM RESEARCH/Helge Bauer

WISSENSWERT

Die Joanneum Research ist Innovations- und Technologieanbieter im Bereich der angewandten Forschung. Als Forschungsgesellschaft der Länder und Regionen prägt sie mit ihren Forschungskompetenzen die Entwicklung der modernen Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig und menschenzentriert. Das multidisziplinäre Team in flexiblen, innovationsfreundlichen Strukturen lebt höchste gesellschaftliche und wissenschaftliche Ansprüche.

Die Universität Klagenfurt hat sich seit ihrer Gründung 1970 als international vernetzte Forschungsinstitution und als zentrale Drehscheibe für Wissenstransfer in der Alpen-Adria-Region etabliert. Rund 13.300 Studierende, darunter etwa 3.000 aus dem Ausland, lernen und forschen an der Universität. Über alle Fakultäten und Zentren hinweg wurden zahlreiche Schwerpunktfelder entwickelt. Zu den Forschungsstärkefeldern zählen „Digital Health“, „Multiple Perspectives in Optimization“ sowie „Vernetzte und autonome Systeme“, wobei vor allem letztere zum Forschungsfeld der Robotik beitragen.

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