„Kärnten setzt auf strukturierte, vernetzte Krisenvorsorge und Einbindung der Bevölkerung.“
Sicherheit mit System
Wie wichtig eine umfassende Prävention bei Katastrophen ist, haben Vorfälle der jüngeren Vergangenheit, wie der Blackout in Spanien und der großflächige Stromausfall in Berlin, verstärkt gezeigt. „Wir setzen seit Jahren auf strukturierte Vorbereitung, enge Vernetzung aller Einsatzorganisationen und eine starke Einbindung der Bevölkerung“, erklärt Landesrat Daniel Fellner, Katastrophenschutzreferent des Landes Kärnten, das Konzept.
Gut vorbereitet
Erhebungen belegen, dass Kärnten damit auf einem ausgezeichneten Weg und gut vorbereitet ist. So hat der Blackout Readiness Check 2025 von EY Österreich ergeben, dass mehr als 90 Prozent der Kärntner Bevölkerung individuelle Vorsorgemaßnahmen getroffen haben. Damit nimmt Kärnten österreichweit eine Vorreiterrolle in der Blackout-Prävention ein. Ein wesentlicher Pfeiler der Kärntner Blackout-Strategie ist die flächendeckende Vorsorge in den Gemeinden: In allen 132 Kärntner Gemeinden stehen insgesamt 152 sogenannte „Leuchttürme“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um notstromversorgte Einrichtungen in öffentlichen Gebäuden, die im Ernstfall als zentrale Anlaufstellen für Information und Unterstützung dienen.
Feuerwehren als Eckpfeiler
Eine wichtige Rolle spielen die Einsatzkräfte. Die Freiwilligen Feuerwehren zählen zu den Eckpfeilern des Katastrophenschutzes. Eine zeitgemäße Ausrüstung, moderne Uniformen, die Schutz bieten, sowie die Förderung der Feuerwehrjugend als wichtige Nachwuchsarbeit sind Investitionen, die maßgeblich zur Sicherheit der Menschen in Kärnten beitragen. Diese Maßnahmen werden auch aufgrund der zunehmenden Unwetterereignisse immer wichtiger. In diesem Zusammenhang soll auch NATWARN – „Naturgefahren-Prognose- und Warnsystem“ für mehr Sicherheit sorgen. „Mehr Starkregen, mehr Muren, mehr Hochwasser – Extremwetterereignisse nehmen zu. Mit ‚Natwarn Kärnten‘ schaffen wir eine zentrale Steuerung von Naturgefahrenwarnungen und optimieren die Abläufe im Krisenfall“, erklärt LR Fellner.
Die richtige Kombination
„Die Kombination aus technischer Vorsorge, klaren Strukturen, raschen Kommunikationswegen, bestens ausgestatteten Einsatzkräften, resilienten Gemeinden und einer gut informierten Bevölkerung macht Kärnten widerstandsfähig. Damit sind wir heute und in Zukunft den Herausforderungen gewachsen“, sagt LR Fellner.