Benjamin Rammel, Ressortleitung "Power Electronics" Silicon Alps Cluster
© Daniel Waschnig Photography
Der „Battery Trend Report 01“ entstand aus einer Kombination von Cluster-Workshops, Veranstaltungen und der Nutzung intelligenter KI-Recherche-Tools wie „HeadlineHunter“. Mit seiner Veröffentlichung positioniert sich der Silicon Alps Cluster (SAC) als Vordenker und Unterstützer im Bereich innovativer Batterietechnologien. „Wir freuen uns sehr, als Cluster-Organisation nun den ersten ‚Battery Trend Report‘ für die Branche präsentieren zu können“, erklärt Benjamin Rammel, Ressortleiter des Geschäftsbereichs „Power Electronics“ beim Silicon Alps Cluster. Unter seiner Leitung wurden sämtliche Aktivitäten zum Thema innovative Batterietechnologien gebündelt. „Damit können wir die aktuellen Trends zum Thema schnellstmöglich präsentieren und Änderungen sowie neue Entwicklungen im Zeitvergleich nachvollziehbar machen“, so Rammel weiter.
Mit zunehmenden Investitionen in die Batterieproduktion und Forschung zu nachhaltigen Technologien stärkt Österreich seine Position als Vorreiter für nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen und Recyclingtechnologien. Der Silicon Alps Cluster spielt dabei eine zentrale Rolle, indem er Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politische Akteur:innen miteinander vernetzt.
Ein bemerkenswertes Projekt im E-Mobilitätsbereich ist das von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderte Vorhaben „Shared Charging“. Das Projekt wird unter der Leitung des Kärntner Unternehmens go-e realisiert und vereint 15 Unternehmen sowie Energie- und Netzbetreiber und Forschungseinrichtungen. Mit einem Budget von 6,4 Mio. Euro wird in den kommenden vier Jahren daran gearbeitet, gemeinschaftliches und kostengünstiges Laden von E-Autos mithilfe erneuerbarer Energien für alle Teile der Bevölkerung zu ermöglichen.
Benjamin Rammel, Ressortleitung "Power Electronics" Silicon Alps Cluster
© Daniel Waschnig Photography
Die Elektronikindustrie in Österreich steht vor der Herausforderung, den steigenden Anforderungen der Elektromobilität gerecht zu werden. „Unternehmen wie Infineon haben bedeutende Fortschritte in der Chipproduktion gemacht, um die Effizienz von Batterien zu steigern und deren Integration in Elektrofahrzeuge zu optimieren. Diese Entwicklungen sind entscheidend, da die Nachfrage nach leistungsfähigen Batterien für Elektroautos kontinuierlich steigt“, wird im Report hervorgehoben. Rammel sieht in der Verbesserung der Ladeinfrastruktur und der Nutzung von Synergien zwischen der Produktion innovativer Chips und neuer Batterietechnologien zentrale Faktoren für die Weiterentwicklung der E-Mobilität in Österreich.
Ein zunehmend wichtiges Thema im Bereich der Batterietechnologien ist das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien aus E-Fahrzeugen. Angesichts der steigenden Zahl an E-Autos wird es immer dringlicher, alte Batterien umweltgerecht zu recyceln und wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel zurückzugewinnen. Unternehmen wie Banner, Fraunhofer Austria, AVL und e.battery systems arbeiten an innovativen Lösungen zur Effizienzsteigerung des Recyclingprozesses. Diese Entwicklungen tragen nicht nur zur Schonung der Umwelt bei, sondern fördern auch die Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz.
Ein weiterer vielversprechender Ansatz ist das „Second Life“-Konzept für Batterien. Hierbei werden gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien aus Elektrofahrzeugen nach ihrem Einsatz im Fahrzeug für alternative Anwendungen wiederverwendet, etwa als stationäre Energiespeicher in Gebäuden oder industriellen Anlagen. Unternehmen wie Saubermacher, Montanuniversität Leoben, Treibacher Industrie AG und Silicon Austria Labs arbeiten an innovativen Technologien, um diese Batterien effizient aufzubereiten und ihre Lebensdauer signifikant zu verlängern. Durch diese Ansätze wird nicht nur der ökologische Fußabdruck reduziert, sondern auch ein wirtschaftlicher Mehrwert geschaffen.
Silicon Alps ist ein österreichischer Technologie- und Innovationscluster für elektronikbasierte Systeme. Es unterstützt Unternehmen grenzüberschreitend durch Zusammenarbeit, Innovation und den Austausch von Wissen, um die regionale Wirtschaft und Technologieentwicklung zu stärken.
Getragen wird der Cluster von rund 140 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen der Electronic Based Systems (EBS) sowie von Interessenvertretungen und den Bundesländern Steiermark und Kärnten. Diese starke Partnerschaft fördert nicht nur Innovationen, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im Bereich der Mikroelektronik auf internationaler Ebene.