© Verbindungsbüro Kärnten
Wirtschaft
04.09.2025

Starke Stimme in Brüssel

Das EU-Verbindungs­büro vertritt die Interes­sen Kärntens gegen­über EU-Entschei­dungs­trä­ger:innen etwa in der Euro­päischen Kom­mission oder dem Euro­päischen Parla­ment – und das mit Erfolg.

Die Regionen Europas sind in vielen Bereichen ein zentraler Schlüssel dafür, dass die EU und ihre Gesetze funktionieren und darüber hinaus auch wichtiges Bindeglied zu den EU-Bürger:innen. „Wir müssen als Verbindungsbüro somit natürlich ein wachsames Auge auf alle möglicherweise relevanten EU-Gesetzesvorhaben und EU-Initiativen haben sowie die entsprechenden Informationen dann entsprechend nach Kärnten tragen. Wir sind somit vielseitige Anlauf-, Vernetzungs-, und Unterstützungsstelle für das Land Kärnten und seine Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Sozialpartnerschaft“, erklärt Martina Rattinger, seit mehr als 20 Jahren Leiterin des EU-Verbindungsbüros.

Ausschuss der Regionen

Seit 1994 ermöglicht der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) als eigenständige EU-Institution eine offizielle direkte Teilhabe der Regionen und Gemeinden am EU-Gesetzgebungsprozess und EU-Initiativen. Er bietet den 329 Mitgliedern, darunter LH Peter Kaiser als Kärntens AdR-Vertreter, die Möglichkeit zum regelmäßigen Austausch und kann mit seinen mehrheitlich verabschiedeten Stellungnahmen wichtige Signale von der lokalen und regionalen Ebene abgeben. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr mit der Fachkommission ECON den gewichtigen Fachausschuss für Wirtschaftspolitik des AdR nach Kärnten holen konnten. Das bietet uns eine zusätzliche Chance, den Kärntner:innen die EU näherzubringen. Aber natürlich konnten wir dadurch umgekehrt den zahlreichen angereisten Politiker:innen aus fast allen EU-Mitgliedsstaaten auch unser Bundesland von seiner besten Seite präsentieren“, so Rattinger.

„Ich würde mir manchmal mehr Pragmatismus und Mut von der EU und damit ihren Entscheidungsträger:innen wünschen.“

Martina Rattinger

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Junge Menschen begeistern

Das EU-Bewusstsein und EU-Wissen junger Menschen weiter zu fördern zählt ebenfalls zu den zentralen Anliegen des EU-Verbindungsbüros. „Wir freuen uns sehr, dass immer mehr Kärntner Schulklassen und Studierende auf Exkursionen nach Brüssel kommen“, betont Rattinger. Allein in diesem Jahr waren bereits 17 solcher Gruppen und damit über 500 junge Besucher:innen im Verbindungsbüro zu Gast – von Mittelschulen über Gymnasien und HAKs bis hin zu HLWs, HTLs oder landwirtschaftlichen Fachschulen, aber natürlich auch die Universität Klagenfurt und die FH Kärnten. „Die von uns gebotene Aufklärungsarbeit über das sicher nicht auf den ersten Blick immer so einfache System EU, gemeinsam mit der Möglichkeit die Institutionen und Personen persönlich kennenzulernen, bringt einen einzigartigen Mehrwert“, so Rattinger.

30 Jahre Österreich in der EU

Die Welt ist seit 1995 nicht ruhiger geworden. Dass sich das damals postulierte „End of History“ nicht so schnell einstellen wird, wissen wir heute. „Die EU muss nun weiter erwachsen werden und sicher mehr Eigenverantwortung für die Sicherheit und Resilienz in Europa übernehmen, auch wenn wir natürlich weiterhin wichtige globale Partnerschaften pflegen sollten“, ist Rattinger sicher: „Ich würde mir dafür manchmal mehr Pragmatismus und Mut von der EU und damit ihren Entscheidungsträger:innen wünschen. Und natürlich, dass unsere direkte Einbindung als Land Kärnten für ein echtes Europa der Regionen weiter gestärkt wird!“

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