Wirtschaft

Start von branchenübergreifender Corona-Petition

Handelsverband sieht unzählige Existenzen vor dem Abgrund. Mit fünf zentralen Forderungen startet nun eine branchenübergreifende Petition.

Ist die Wirtschaft nach fast einem Jahr Corona-Krise mit drei Lockdowns am Boden? Für den Handelsverband ist Gefahr im Verzug. Dies unterstreicht Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will: "Mit dem dritten harten Lockdown ist für viele Branchen das schlimmste Szenario eingetreten. Nun beginnt auch die Insolvenz-Lawine zu rollen. Unzählige Betriebe stehen vor dem Ende ihrer wirtschaftlichen Existenz, hunderttausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Das können wir nicht länger hinnehmen, daher hat der Handelsverband eine Online-Petition gestartet. Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, unsere Wirtschaft, die heimischen Arbeitsplätze und Lehrstellen mit ihrer virtuellen Unterschrift zu unterstützen."

Unterzeichnen kann man die Petition hier: www.arbeitsplaetzeretten.at!

"Lage schlimmer denn je"

Problematisch seien die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen, auch Schließungen dauern immer länger. Allein im Handel habe schon jedes zehnte Geschäft seinen Betrieb einstellen müssen. Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch erklärt: "Wenn wir nicht rasch gegensteuern, fallen viele der 490.000 Arbeitsplätze im Non-Food-Handel, im Großhandel sowie von anderen Geschäften und Betrieben weg. Die Lage ist schlimmer denn je."

 

Diese fünf Punkte werden im Rahmen der Petition – mit Blick auf die Bundesregierung – gefordert:

  1. Ehestmögliches Ende des Lockdowns: Der Handel sei kein Corona-Hotspot, es gibt umfassende Hygiene-Konzepte. Auch eine aktuelle Studie der US-Universität Stanford zeigt, dass Schließungen von Geschäften keinen Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben.
  2. Rasche und faire Hilfe für direkt und indirekt Betroffene: Der Schadenersatz soll tatsächlich bei den Unternehmen ankommen, für alle Lockdown-Zeiträume. Der Verlustersatz müsse von drei auf mindestens fünf Millionen Euro erhöht werden.
  3. Planungssicherheit schaffen – in zeitlicher, finanzieller und steuerlicher Hinsicht.
  4. Transparente Test- und Impfstrategie: Man hofft auf positive Anreize für freiwillige Tests und Impfungen (also Gutscheine).
  5. Know-how von erfahrenen Praktikern nutzen: stärkeres Einbinden von Praktikern, freien Verbänden und Wirtschaftsvertretern.
Wirtschaft am Boden? Der Handelsverband startet eine branchenübergreifende Corona-Petition mit fünf zentralen Forderungen. – Foto: Pixabay/StockSnap
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