„Logistik ist ein entscheidendes Zukunftsthema für den Zentralraum entlang der Koralmbahn.“
Startschuss für Verladebahnhof Kühnsdorf
Der Gleisbogen sorgt in Zukunft für einen direkten Anschluss des Verladebahnhofs in Kühnsdorf an die Koralmbahn – wodurch auch in auch in Südkärnten eine wirtschaftliche Infrastruktur zur Güterverladung entstehen soll. Insgesamt investieren das Land Kärnten sowie die Standortgemeinden Völkermarkt, Eberndorf und St. Kanzian 2,9 Mio. Euro in das Projekt. Darüber hinaus erfolgt die Instandsetzung der bestehenden Gebäude am Standort.
Österreichweites Pionierprojekt
Beim Spatenstich betonten LHStv.in Gaby Schaunig, LHStv. Martin Gruber und LR Sebastian Schuschnig den Pioniercharakter des Projekts – denn – denn die Kombination aus Personenbahnhof, Verladebahnhof und gewidmetem Gewerbegebiet ist in österreichweit einzigartig. „Für die Region Südkärnten ist mit dem heutigen Tag ein entscheidender Schritt gelungen. Wir haben von Beginn an darauf gedrängt, dass die Koralmbahn nicht nur durch Südkärnten durchfährt, sondern einen greifbaren Nutzen für die Region schafft. Mit dem Verladebahnhof und dem neuen Gleisbogen stellen wir sicher, dass genau dieser Forderung jetzt Rechnung getragen wird“, betonte LHStv. Martin Gruber. „Für die Gemeinden bedeutet dieses Projekt auch für die interkommunale Zusammenarbeit einen starken Impuls. Es schafft neue Möglichkeiten für Gewerbe und Produktion, stärkt den Wirtschaftsraum und macht Südkärnten als Standort attraktiver“, so der Landeshauptmann-Stellvertreter zu dem Projekt, das Ende 2026 fertiggestellt sein soll.
Weichenstellung für die Region
Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig betonte, wie wichtig Verladebahnhofs für die Positionierung als Logistikstandort sei: „Mit dem Baustart des Gleisbogens schaffen wir in Südkärnten jene Infrastruktur, die Unternehmen benötigen, um ihre Güter künftig direkt in der Region auf die Schiene zu bringen – effizient und nachhaltig. Kühnsdorf fügt sich dabei nahtlos in das Logistikkonzept des Landes ein. Gemeinsam mit dem Güterterminal Fürnitz entsteht ein starkes Netzwerk, das den Wirtschaftsstandort Kärnten insgesamt stärkt. Damit setzen wir einen klaren Impuls für mehr Wertschöpfung, neue Betriebe und zusätzliche Entwicklungsperspektiven in der gesamten Region.“
„Logistik ist ein entscheidendes Zukunftsthema für den Zentralraum entlang der Koralmbahn“, so LHStv.in Gaby Schaunig, zuständig für Betriebsansiedlungen. Mit dem heutigen Spatenstich werde deutlich, wie wichtig vorausschauendes Handeln für eine positive Standortentwicklung ist. „Auch die Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft BABEG hat hier die richtigen Weichen gestellt: Sie stellt nicht nur Grundstücksteile für die Errichtung des Schleifengleises zur Verfügung, sondern hat frühzeitig Flächen zwischen dem künftigen Güterverladebahnhof und dem neuen Bahnhof für den Personenverkehr gesichert. Rund 20 Hektar stehen damit gezielt für eisenbahnaffine Gewerbe- und Industriebetriebe zur Verfügung. Diese strategische Flächensicherung ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Wertschöpfung, Arbeitsplätze und nachhaltige Entwicklung in der Region bleiben.“
„Mit dem Baustart des Gleisbogens schaffen wir in Südkärnten jene Infrastruktur, die Unternehmen benötigen, um ihre Güter künftig direkt in der Region auf die Schiene zu bringen – effizient und nachhaltig.“
Vom Ankauf zur Umsetzung
Das rund zehn Hektar große Bahnhofsareal in Kühnsdorf wurde bereits im Jahr 2022 von der Abteilung 9 des Landes Kärnten um 1,85 Mio. Euro erworben. Begleiten und entscheidend vorangetrieben wurde das Projekt von Abteilungsleiter Volker Bidmon. Ende 2026 soll der Verladebahnhof bereits in Betrieb gehen. Für die Bauausführung zuständig ist die IGP Jauntal GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft der Standortgemeinden Völkermarkt, Eberndorf und St. Kanzian. Die Kosten für den Betriebs tragen die Gemeinden und private Investoren wie Kruschitz Immobilien und die Strabag mit ihrer Tochter Mineral Abbau GmbH. Vertreter der Gemeinden sowie der beteiligten Investoren waren auch beim feierlichen Spatenstich vor Ort.
Die erste Ausbaustufe soll bis Mai 2026 abgeschlossen werden und umfasst Erdbauarbeiten sowie die Vorbereitung der weiteren Gleisbauarbeiten. Zusätzlich wird ein 500 Meter langer und sechs Meter hoher Lärmschutzdamm im nordöstlichen Bereich des Bahnhofs geschüttet. In dieser Phase werden insgesamt rund 30.000 m³ Erde bewegt. Die zweite Ausbaustufe schafft mit Oberbau und Sicherungstechnik die Anbindung an die Koralmbahn. Dabei werden unter anderem 40 Tonnen Stahl und 2000 Tonnen Gleisschotter verbaut. Der Gleisbogen wird nach Fertigstellung 700 Meter lang sein, die Verladegleise 364 Meter umfassen.
„Wir haben von Beginn an darauf gedrängt, dass die Koralmbahn nicht nur durch Südkärnten durchfährt, sondern einen greifbaren Nutzen für die Region schafft.“
1. Bgm. Markus Lakounigg, GF Karl Eisner (IGP Jauntal), LR Mag. Sebastian Schuschnig, LHStv.in Gaby Schaunig, LHStv. Martin Gruber, Volker Bidmon (Leiter Abt. 9 – Straßen & Brücken), Bgm. Wolfgang Stefitz und Bgm. Thomas Krainz beim Spatenstich in Kühnsdorf © LPD Kärnten
2. Bezirksstellenobmann der WKO Völkermarkt Rudolf Bredschneider gemeinsam mit LHStv. Martin Gruber, LHStv.in Gaby Schaunig und LR Sebastian Schuschnig beim Spatenstich für den Verladebahnhof Kühnsdorf © LPD Kärnten
3. LHStv. Martin Gruber, Volker Bidmon (Leiter Abt. 9 – Straßen & Brücken) und LR Sebastian Schuschnig beim Spatenstich für den Verladebahnhof Kühnsdorf © LPD Kärnten