© Stadt Villach | Marta Gillner
Bildung
28.05.2026

Sumsi forscht mit: MINT-Förderung im Kindergarten

Mit Forscherboxen fördern die Raiffeisen Landes­bank Kärnten und die Junge Industrie Kärnten seit 2016 spiele­risch MINT-Kompe­tenzen in Kärntens Kinder­gärten.

Wer morgen qualifizierte Fachkräfte braucht, muss früh Begeisterung wecken. Mit der Initiative „Sumsi forscht mit“ setzen die Raiffeisen Landesbank Kärnten und die Junge Industrie Kärnten genau hier an: Speziell entwickelte Forscherboxen ermöglichen es Kindern, Naturwissenschaft und Technik auf spielerische Art und Weise zu entdecken. Mikroskope, Versuchsmaterialien und kindgerechte Experimente schaffen einen ersten Zugang zu diesen Themen. Ziel ist es, Neugier zu fördern und erste Zugänge zu Technik und Naturwissenschaften spielerisch zu schaffen – denn MINT-Begeisterung beginnt oft schon lange vor der Schulzeit.

Neue Zugänge schaffen

Mittlerweile arbeiten bereits mehr als 50 Kindergärten in Kärnten mit den Experimentiersets. Erst vor Kurzem wurden erneut Forscherboxen übergeben – diesmal an den städtischen Kindergarten im Technologiepark Villach. Pro Jahr profitieren rund 2.500 Kinder von diesem Ansatz. Ein besonderes Anliegen ist dabei, Mädchen stärker für MINT-Themen zu gewinnen – denn technische und naturwissenschaftliche Berufe sind noch immer stark männlich geprägt. Hier setzten Initiativen wie „Sumsi forscht mit“ bewusst früh an und schaffen neue Zugänge.

„Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, muss bei den Jüngsten beginnen. Mit ‚Sumsi forscht mit‘ schaffen wir früh Zugang zu Themen, die später entscheidend sind.“

Manfred Wilhelmer, Vorstandssprecher Raiffeisen Landesbank Kärnten

Mehr als ein Bildungs­projekt

Das Besondere an diesem Projekt: Im Mittelpunkt steht nicht nur die Ausstattung der Kindergärten, sondern die langfristige Verankerung von MINT-Themen im pädagogischen Alltag. Dafür werden Pädagog:innen gezielt geschult – rund 300 haben die Ausbildung bereits absolviert und bringen ihr Wissen aktiv in die Einrichtungen ein. So entsteht sukzessive ein kärntenweites Netzwerk an MINT-affinen Bildungseinrichtungen. Für den Standort Kärnten ist das weit mehr als ein Bildungsprojekt: Angesichts des steigenden Bedarfs an qualifizierten Fachkräften in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen gilt die Initiative als wichtige Investition in die Zukunft.

„Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, muss bei den Jüngsten beginnen. Mit ‚Sumsi forscht mit‘ schaffen wir früh den Zugang zu Themen, die später entscheidend sind“, betont Manfred Wilhelmer, Vorstandssprecher der Raiffeisen Landesbank Kärnten „Uns geht es dabei nicht um kurzfristige Effekte, sondern um eine nachhaltige Entwicklung – für die Kinder, für ihre Bildungswege und für den Standort Kärnten insgesamt. Und besonders wichtig ist uns, dass wir auf diesem Weg gerade Mädchen ermutigen, sich für technische und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern.“

MINT nachhaltig verankern

Die Entwicklung der vergangenen Jahre verdeutlicht den Erfolg des Projekts: „Sumsi forscht mit“ hat sich mittlerweile zu einem landesweit beachteten Modell entwickelt. Der praxisnahe Ansatz aus gezielten Schulungen und maßgeschneiderter Ausstattung sorgt dafür, dass MINT-Bildung im Kindergarten nicht punktuell bleibt, sondern nachhaltig im Alltag verankert wird. Zugleich zeigt die Initiative, wie erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildung gelingen kann: Mit gezielten Maßnahmen und engagierten Partnern entsteht nachhaltige Wirkung genau dort, wo sie langfristig am wichtigsten ist – bei den Kindern.

„Als Junge Industrie schätzen wir überdies die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit der Stadt Villach sehr“, freut sich Wolfgang Pucher, Geschäftsführer der Jungen Industrie Kärnten und hebt dabei besonders die Unterstützung der MINT-Schulungen sowie die unkomplizierte, konstruktive Abstimmung mit der Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig hervor.

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