Leben

Umfrage zu Corona-Folgen an Schulen startet in Kärnten

5.271 Pädagogen werden befragt. Ergebnisse der Umfrage sollen die Basis für zielgerichtete Unterstützungen sein.

Distance Learning, wenig soziale Kontakte, andauernde Corona-Meldungen: Besonders junge Menschen leiden an den Auswirkungen der Pandemie bzw. der Lockdowns. Daher starten Land Kärnten und Bildungsdirektion nun eine große Umfrage unter 5.271 Pädagogen, die in 159 Schulen (Sekundarstufe 1 und 2) 45.655 Schüler unterrichten. Das Ziel sind regionalspezifische Daten, um basierend auf den Ergebnissen Unterstützungsmaßnahmen entsprechend ausrichten zu können. Landeshauptmann Peter Kaiser: "In einer wissenschaftlichen Studie werden Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Pädagoginnen und Pädagogen sämtlicher Schultypen der Sekundarstufe 1 und 2 (ab dem 5. bis zum 13. Schuljahr) an Kärntner Schulen befragt, wie sie die Belastungen ihrer Schülerinnen und Schüler wahrnehmen bzw. welche veränderten Verhaltensweisen zu beobachten sind. Die Ergebnisse werden in weitere zu setzende Maßnahmen einfließen, um die jungen Menschen des Landes, deren Eltern und ebenso die Lehrerinnen und Lehrer aus der Krise zu begleiten."

Schulinterne wie -externe Angebote

Neben dem pädagogischen Bereich geht es in der Umfrage auch um den Bedarf an schulinternen wie schulexternen Angeboten wie Schulpsychologie, Schulsozialarbeit, Jugendcoaching, Schulmedizin oder Beratungslehrer (schulintern) sowie Familienberatungsstellen, Psychotherapie für Kinder und Jugendliche und Familien, mobile, ambulante und stationäre Beratungs- und Therapieangebote (schulextern).

Eine Frage wird auch die Kommunikation mit den Eltern betreffen. Spannend findet Sozial- und Gesundheitsreferentin Beate Prettner: "Hat sich hier etwas verändert? Verbessert? Welchen Nutzen kann man daraus ziehen? Verschlechtert? Welche Maßnahmen sind zu setzen? – Ziel ist es jedenfalls, auf die Studienergebnisse mit maßgeschneiderten Antworten zu reagieren."

Finanziert wird die Studie von der Bildungsdirektion und der Kinder- und Jugendanwaltschaft. Es geht um 6.500 Euro. Ein elektronischer Fragebogen wird auszufüllen sein. Mit Ergebnissen rechnet man Ende April. Das Studien-Team: Birgit Senft, Wolfgang Wladika (Klinikum Klagenfurt, Abteilung für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters), Astrid Liebhauser (Kinder- und Jugendanwaltschaft), Ina Tremschnig (BDK, Abteilung Schulpsychologie und Schulärztlicher Dienst).

Eine Umfrage zu den Corona-Folgen an Schulen startet in Kärnten. – Foto: Pixabay/Alexas_Fotos
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