Bildung

Uni Klagenfurt in digitaler Vorreiterrolle

Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt setzt schon seit vielen Jahren digitale Tools in der Lehre ein. Die pandemiebedingte Umstellung auf Online-Lehre konnte demnach gut gemeistert werden. In einer diesbezüglichen Umfrage über den Zufriedenheitsgrad bei Studierenden erreichte sie österreichweit den 2. Platz. (Anzeige)

Wir hatten schon früh eine Abteilung für E-Learning, in der untersucht wurde, wie Lehre digital unterstützt werden kann“, erzählt Dr. Doris Hattenberger, Vizerektorin für Lehre. Ein „Produkt“ dieser Abteilung ist beispielsweise die Sichere Prüfungsumgebung (SPU), die das „sichere“ Ablegen von Prüfungen mittels Computer ermöglicht. Unter den Lockdown-Bedingungen wurde darüber hinaus eine Remote-Online-Prüfung ent­wickelt, die auch schriftliche digitale Prüfungen auf Distanz möglich macht. „Dieses Format werden wir auch in Zukunft intensiv nützen,“ so die Vizedirektorin.

Technologien verändern die Gesellschaft und den Umgang der Menschen miteinander, daher wurde der Forschungsbereich „Humans in the Digital Age“, kurz HDA, an der Universität Klagenfurt eingerichtet. Im Rahmen dieses Schwerpunktbereichs sollen vor allem die Auswirkungen beforscht werden, die Digitalisierung auf die Menschen hat. Dafür wurde unter anderem auch ein Lehrstuhl für Computerlinguistik mit dem Schwer-
punkt „Digital Humanities“ geschaffen. Seit dem Vorjahr gibt es auch das Erweiterungsstudium „Digitale Kompetenzen“. Es ist interdisziplinär ausgerichtet, fördert die Entwicklung von digitalen Fähigkeiten sowie medienethischem Know-how und richtet sich als Zusatzangebot an alle Studierenden, unabhängig von ihrer Fachrichtung.

Kurzprogramm zu Datenmanagement und Künstlicher Intelligenz

Die M/O/T® Management School der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt setzt in der Weiterbildung ebenfalls zunehmend auf digitale Lern- und Lehrformen und beschäftigt sich auch inhaltlich mit den Technologien der Zukunft. So wird ein Kurzprogramm über zwei Semester zu „Daten- und Künstliche Intelligenz Management“ angeboten, das insbesondere Personen ohne Informatik-Grundausbildung einen fundierten Einstieg in die Thematik ermöglicht. „Unsere Studierenden haben die Umstellung auf Distance-Learning zu Beginn eher abgelehnt, denn speziell in der berufsbegleitenden Weiterbildung wird der Austausch mit Kolleg*innen geschätzt“, weiß MOT-Leiterin, Dr. Rita Faullant. Doch im Laufe der Zeit kristallisierten sich für die Teilnehmer*innen eine Reihe von Vorteilen heraus. So können beispielsweise Weiterbildungsangebote auch von Personen in weiter entfernten Regionen genutzt werden. „Gewisse Lehrveranstaltungen – zum Beispiel „Führen auf Distanz“ – sind dadurch sogar authentischer“, erklärt Dr. Faullant. Viele Lehrveranstaltungen werden nicht nur gestreamt, sondern auch aufgezeichnet, und die Studierenden schätzen die Möglichkeit, immer wieder nachschauen zu können. Die Videos seien unglaublich gefragt, haben die Professorinnen festgestellt. Dafür wurde an der Universität ein Studio eingerichtet, in denen Lehrvideos produziert werden können.

Kluge Mischung

Die neuen Technologien bieten nach Ansicht der Professorinnen eine Reihe von Vorteilen, Präsenzunterricht können sie aber trotzdem nicht ersetzen. „Es wird um eine kluge Mischung gehen“, sagt Dr. Hattenberger. „Klagenfurt ist keine Massenuniversität. Daher haben wir sehr gute Rahmenbedingungen für einen intensiven Austausch mit den Studierenden. Der persönliche Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden ist uns wichtig; das vor allem auch in Präsenz.“ Auch Dr. Faullant ist für ein „Blended Learning“, die Kombination von zeitlicher und örtlicher Unabhängigkeit mit dem direkten Austausch, wobei die digitalen Formen dort eingesetzt werden sollen, wo sie gut ankommen und didaktisch Sinn machen.

Dr. Doris Hattenberger, Dr. Rita Faullant (von links). © Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
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