Verantwortung für Lebensräume
Mitten in einem südösterreichischen Wald liegt eine kleine Lichtung. Grünes Moos bedeckt den Boden, rundherum stehen Nadel und einzelne Laubbäume, die Sonne scheint zwischen den Zweigen hindurch. Es ist ein idyllisches Bild – doch was wir auf den ersten Blick sehen, ist nur die Oberfläche. Wenn wir uns die Zeit nehmen, ein paar Minuten innezuhalten und wirklich genau hinzuschauen, wird der Eindruck viel schichtiger. Immer mehr Details tauchen auf: Hellgrüne Flechten wachsen auf der Baumrinde, in einem Ameisenhaufen zwischen ein paar Fichtenbäumen wuselt es, Insekten schwirren im Sonnenlicht, es zwitschert in den Baumwipfeln. In einem Haufen heruntergefallener Äste krabbeln kleine Käfer, ein Pilz sprießt im feuchten Moos. Dass sich ein paar hundert Meter weiter zwei Rehe zwischen den Bäumen verstecken, bemerken wir nicht - von den Mikroorganismen ganz zu schweigen.
Leben ist Vielfalt
Diese kleine Beobachtung lässt sich auf alle natürlichen Lebensräume übertragen. Ob Wiesen, Moore, Uferlandschaften, Gewässer oder Hochgebirge: Überall wimmelt es von Leben. Das wissenschaftliche Stichwort zu diesem Wimmeln lautet Biodiversität ...