© Meditation Centre Keutschach
Leben
26.01.2025

Vom Zauber der Klänge

Der achtsame Einsatz von Musik hilft dabei, sich besser zu spüren und unter­stützt Transfor­mations­prozesse.

Soundhealing ist eine uralte und kraftvolle Form der Regeneration auf allen Ebenen. Im YAvida-Interview spricht Instrumentalpädagogin Nica Schuemie über die harmonisierende Wirkung der Klangschalen.

YAvida: Was ist das Geheimnis der Klang­schalen?

Nica Schuemie: Klangschalen entfalten durch ihre Frequenzen und Schwingungen eine sofortige Wirkung auf den Wachzustand, auf den analytischen Verstand und dieses hektische, starke Denken, das unseren Alltag prägt. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht in einen anderen Energiezustand gelangt in dem Moment, wo man Klangschalen auflegt, in eine Klangschalen-Meditation geht oder sie einfach nur hört und wahrnimmt.

Welchen Effekt hat eine Klang­schalen­massage?

Eine Klangschalenmassage ordnet das gesamte System – Körper, Seele, Geist und auch das Energiefeld. Die Klangschalen harmonisieren, vitalisieren und energetisieren. Wenn es die Physiologie des Körpers zulässt, werden die Schalen klingend auf den Körper aufgelegt. Dann verbreiten sich die Schwingungen und Frequenzen der Klangschalen im Körper, das ist fühlbar. Wenn mehrere Schalen harmonisch zusammenklingen, kann man sich das vorstellen, wie wenn man sich in einem Fluss befindet, der alles reinigt, klärt und wegschwemmt, was jetzt nicht mehr dazugehört. Bei einer Verspannung oder Verdichtung „stupst“ die Welle ganz sanft immer wieder dort an und irgendwann löst sich diese Energie. Es ist die eigene Energie, die in dieser Verdichtung gebunden ist. Durch die sanften, loslösenden Wirkungen der Klänge und Schwingungen, kann diese Energie wieder frei fließen. Wichtig ist auch die Achtsamkeit im Umgang mit Tönen, die man anderen Menschen schenkt. Deshalb spiele ich leise, damit der Körper sich dem Klang öffnen kann. Meine Empfehlung ist auch, nicht gleich nach dem letzten Klang aufzustehen, sondern wirklich in der Stille zu verweilen. Denn in der Stille fällt alles auf seinen richtigen Platz.

„Je achtsamer und sanfter die Klang­schalen verwendet werden, umso mehr entfaltet sich der Zauber, der den Klang­schalen innewohnt.“

Nica Schuemie

Wie können wir Menschen generell wieder besser ins Spüren kommen?

Indem wir uns ganz einfach irgendwo hinsetzen und einmal einen tiefen Atemzug nehmen! Das tiefe Atmen bringt uns wieder mit dem Gefühl in Verbindung. Wir haben aufgrund von permanentem Stress oft den Fokus auf die Entspannung verloren und atmen tendenziell im oberen Bereich und nicht tief in unseren Bauch hinein, was das fühlen „verhindert“. Die Bauchatmung, das Bewusstmachen unseres Atemmuskels, dem Zwerchfell, ist wichtig, da das entspannte Atmen wieder das Fühlen erweckt. Und wenn wir wieder anfangen zu fühlen was ist, ohne zu bewerten, dann werden wir wieder lebendig.

ZUR PERSON

Nica Schuemie widmet ihr Leben den Klängen. Sie ist Sängerin, Instrumentalpädagogin, Meditationsleiterin sowie Humanenergetikerin und bietet auch Klangschalenmassage-Ausbildungen an.

Gemeinsam mit Chiara Steuerer hat Nica das obom® Achtsamkeitsfestival in Keutschach ins Leben gerufen.

Amín Varkonyi ist für seine einzigartigen Performances auf Handpan (Hang) und Perkussion bekannt. © Maria Noi

Musik öffnet den heiligen Raum im Herzen

Der Sound-Healing-Künstler Amín Varkonyi veröffentlichte kürzlich sein neues Album „Flight of the Falcon“.

Amín Varkonyi hat die Musik quasi in die Wiege gelegt bekommen und Perkussion und Hang (Handpan) von seinem Vater gelernt. „Schon mit 18 Jahren hatte ich eine totale Klarheit, weil ich gemerkt habe, da ist so viel Freude darin, auch wenn viele sagten, es wird schwierig. Für mich war da kein Zweifel, sondern nur etwas Angst, dass es kein leichtes Brot sein wird und viel Konsequenz und Disziplin erfordert“, erzählt Amín. In den letzten 20 Jahren hat er die Welt bereist, Inspirationen gesammelt und ist auf allen Kontinenten aufgetreten. Dabei hat Amín die Erfahrung gemacht, dass seine Musik auch anderen Menschen guttut: „Meine Musik vermittelt dieses wohlige ,sich zu Hause fühlen‘ und öffnet einen heiligen Raum im Herzen. Sie hilft wieder zu sich kommen und sich besser zu spüren sowie Heilungsprozesse zu unterstützen – wie ich mich auch selbst dabei unterstütze. Und es tut immer wieder gut, in diese Räume zu kommen, weil es hilft loszulassen.“

Lotus of the Heart

Einen besonderen Platz in seinem Repertoire hat der Song „Lotus of the Heart“, der Amín schon lange begleitet und sich aus einem einfachen rhythmischen Muster entwickelte. „Im Text geht es darum, den heiligen Raum im Herzen zu spüren. Der ‚Lotus des Herzens‘ ist eine Metapher für eine Lotusblume, die im Herzen wohnt, die sich öffnet und dann gegen den Himmel fliegt und sich mit einer Einheit im Universum verbindet – mit dem Herz, mit dem wir alle verbunden sind.“

ZUR PERSON

Amín Varkonyi ist Musiker, Sound Healer und Produzent aus Wien. Mehr Informationen über seine Musik, Workshops und Konzerte gibt es auf seiner Website www.aminvarkonyi.com.

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