Wirtschaft

Vorausdenken – für eine sichere Energiezukunft

Mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz unterstützt Kelag die Effizienz der Energieerzeugung und stellt entscheidende Weichen für die Zukunft.

In der Kelag ist Digitalisierung seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Lichtwellenleiter werden seit zwei Jahrzehnten genutzt, um Anlagen und Systeme effizient und sicher zu betreiben. Digitalfunk zählt zur Standardausrüstung und Breitbandtechnologie wird im ganzen Land ausgebaut. Die neuen Aufgaben und Ziele der Digitalisierung sind nun, Algorithmen und daraus Prognosemodelle zu entwickeln, erklärt DI Manfred Freitag, Vorstandssprecher der Kelag. Mit zunehmender Digitalisierung und Automatisierung wird das Thema IT-Sicherheit immer wichtiger. Daher investiert die Kelag parallel dazu massiv auch in diesen Bereich.

Wie wichtig sind Daten für ein Unternehmen?

DI Freitag: Es geht nicht nur mehr darum, Daten zu haben. Das ist einfach, die kann man kaufen. In Zukunft wird derjenige erfolgreich sein, der aus der Fülle von Daten die richtigen Schlüsse zieht. Gerade im Zusammenhang mit der Energiewende hin zu den volatilen, erneuerbaren Energieträgern werden sie unverzichtbar für Planung und Steuerung.

Wie erstelle ich Prognosemodelle?

Sie basieren auf vorhandenen historischen Messwerten. Aufgrund dieser Daten kann ich hochrechnen, wie sich das Wetter entwickeln wird, wann ich mit den Ressourcen Wind, Sonne und Niederschlag rechnen kann. Dabei geht es um diffizile Rechenmodelle, die vorhersagen können, wann der Schnee schmilzt, in welcher Geschwindigkeit das Tauwasser abfließt, ob Hoch­wasser oder Muren zu erwarten sind. So können wir unsere Maßnahmen maßgeschneidert setzen.

Wozu werden diese Modelle benötigt?

Sonne und Wind sind sehr volatile Erzeugungsbereiche. Wenn ich weiß, wann mit Flauten, wann mit Bewölkung zu rechnen ist, kann ich auf Basis solcher der Modelle Ausgleichsmaßnahmen setzen.

Wie exakt ist das Wetter vorhersehbar?

Hier reden wir natürlich von einer Bandbreite. Je besser die Interpretation der Wetterdaten, je genauer das Modell ist, desto geringer wird die Bandbreite breit. Kleinräumige, exzessive Auswirkungen in Form von Unwettern werden aber auch in Zukunft schwer prognostizierbar sein, regional gesehen können jedoch wesentliche Aussagen getroffen werden. Damit kann ich auch eine Bewertung des Klimas machen, denn das Klima ist eine Summe der ausgewerteten Wetterdaten.

Wer erstellt solche Modelle?

Das sind spezielle Fachgebiete, für die es auch einer Reihe von Spezialisten bedarf. Zu unseren eigenen IT-Experten kommen Partner und Unternehmen, die sich auf diese Bereiche spezialisiert haben. Das Wissen im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz entwickelt sich so rasch, dass man stets schauen muss, wo es auf dem Markt die entsprechenden Leistungen und Unternehmen dafür gibt.

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