Jürgen Kopeinig, Geschäftsführer des CVF
© Johannes Puch
Durch die Unterstützung erfolgversprechender Startups erhalten Geschäftsideen eine Chance, Arbeitsplätze werden geschaffen und die Wertschöpfung wird im Land gehalten. „Kärnten ist als Standort attraktiv und mit dem CVF erhöhen wir diese Attraktivität“, sagt Jürgen Kopeinig, Geschäftsführer des CVF und des build! Gründungszentrums. Der Fonds wurde 2022 ins Leben gerufen und löste den BABEG Venture Fonds ab. Das build! Gründungszentrum unterstützt technologieorientierte Projekte von der Idee bis zur Gründung und den Markteintritt. Haben sie es bis zu dieser letzten Phase geschafft, kommt der Carinthian Venture Fonds ins Spiel. „Die Kriterien sind streng. Eine Beteiligung gibt es nur, wenn die Startups auch andere Investor:innen für ihr Projekt gewinnen konnten“, präzisiert Kopeinig. „Wir können das Geld nur unter Anlegen eines qualitätsvollen Prüfprozesses vergeben.“
Der CVF steigt unter den gleichen Bedingungen ein wie ein privater Investor, das sind auch die EU-Vorgaben für solche Fonds aus öffentlichen Geldern. Mit maximal einem niedrigeren sechsstelligen Euro-Betrag beteiligt sich der CVF bei Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen, die Laufzeit beträgt bis zu maximal zehn Jahre. Der Einstieg mit Wachstumskapital ist sowohl für den Markteintritt als auch für Wachstumsstrategien von Start ups und auch KMUs vorgesehen.
Jürgen Kopeinig, Geschäftsführer des CVF
© Johannes Puch
Begleitende Beratung
Das Startup reicht das Beteiligungsprojekt ein, das dann vom Investment Committee beurteilt wird. Dieser Expert:innenbeirat gibt den Einreicher:innen auch Feedbacks und die Chance, die eine oder andere Schwachstelle in dem Projekt auszumerzen. Kommt von diesem Gremium die Empfehlung für eine Beteiligung, erfolgt die Abstimmung mit den Co-Investoren und der Abschluss des Beteiligungsvertrags, der die gleichen Bestimmungen enthält wie die Verträge mit den CoFinanciers. Der CVF begleitet als Entwicklungspartner die Unternehmen anschließend während der gesamten Laufzeit.
Wertschöpfung
Ideen gibt es viele, aber nur wenige entwickeln sich stark. „Nur wenige von vielen Projekten, die beim build! Gründungszentrum beginnen, kommen bis zu dem Punkt, an dem der CVF einsteigt“, erläutert Kopeinig. Derzeit hält der Fonds sechs Beteiligungen. Seit 2022 wurden 120 Projekte geprüft. „Es ist wichtig, in Kärnten über ein solches Instrument zu verfügen. Mit diesem Tool möchten wir erreichen, dass die besten und aussichtsreichsten Unternehmen am Standort bleiben. So erzielen wir die größte Wertschöpfung“, erklärt der CVF-Geschäftsführer.