Bildung

Wie steht es um Ihre digitale Kompetenz

Maßgeschneiderte Aus- und Weiterbildungsangebote zur Steigerung der digitalen Kompetenz der Kärntner sind das Ziel einer Initiative aller Kärntner Gemeinden mit dem Verein „fit4internet“.

90 Prozent aller heutigen Jobs setzen digitale Basiskompetenzen voraus – nicht erst seit der Corona-Krise. In Kärnten läuft seit letztem Jahr eine Initiative von Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner, allen Kärntner Gemeinden, den Städten Klagenfurt und Villach mit dem Verein „fit4internet“ (Verein zur Steigerung der digitalen Kompetenzen in Österreich, initiiert vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort). Ziel ist eine Steigerung der digitalen Kompetenzen in Kärnten, es geht um einen raschen und standardisierten Kompetenz-Aufbau für die Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Digitalisierung.

„Wir wollen Kärnten als digitale Vorzeigeregion gestalten und Digitalisierung als Chance begreifen, die wir auch nutzen, beispielsweise in der Verwaltung.“

Die Initiative geht davon aus, dass lebenslanges Lernen besonders im Bereich Digitalisierung ein wesentlicher Faktor ist. Digitale Kompetenz ist die vierte Grundkompetenz neben Lesen, Schreiben und Rechnen, meint auch Infineon-CEO Sabine Herlitschka, Vize-Präsidentin des Vereins „fit4internet“.

Digitale Alltagskompetenz gecheckt

Zwischen Oktober und Dezember 2020 ging es um eine Bestandsaufnahme: Wie steht es im Alltag um die digitalen Kompetenzen der Kärntner? Um dies zu eruieren, hat „fit4internet“ die Messinstrumente „Check“ (Fragen zur Selbsteinschätzung) und „Quiz“ (Wissensfragen) entwickelt. Rund 1.000 Kärntner haben den Check oder das Quiz für digitale Alltagskompetenz absolviert, der Großteil der Teilnehmer war zwischen 35 und 55 Jahre alt.

Inhaltlich haben dabei die Szenarien Bewerbung, Online-Shopping und Mobilität (Urlaub) am besten abgeschnitten.

Wissensmängel

Doch wo gibt es Aufholbedarf? Dieser besteht in den Kompetenzbereichen „Kommunikation und Zusammenarbeit“ sowie „Sicherheit“ – alles auf Basis des Digitalen Kompetenzmodells für Österreich. Betrachtet man alle Kompetenzbereiche, die abgefragt werden, so gibt es Wissensmängel vor allem in den Altersgruppen Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahre sowie Generation 65 plus.

Zielgruppen-Bestandserhebung

Die Ergebnisse aus Check bzw. Quiz sind die Grundlage für die Bündelung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen in jenen Bereichen, in denen es Aufholbedarf gibt.

Derzeit – im Februar und im März – wird die Bestandserhebung fortgesetzt und zwar im Bereich von Zielgruppen. Wie steht es um die digitale Kompetenz in den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft oder Bildungseinrichtungen?

Auch hier sollen Kursangebote und (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten auf den Weg gebracht werden, um die digitalen Kompetenzen der Bürger zu steigern. Sobald öffentliche Aktivitäten wieder möglich sind, werden auch Präsenzkurse angeboten.

Mehr Information: www.fit4internet.at

Digitale Basiskompetenzen sollen verbessert werden. – Foto: Pixabay/Firmbee
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