„Wir setzen unsere positive Entwicklung fort“
advantage: Sie haben das Jahr 2025 sehr erfolgreich abgeschlossen. Wie schauen die Pläne für 2026 aus?
Erwin Smole: Bei einem Umsatz von 380 Mio. Euro haben wir 2025 einen Gewinn von 20,3 Mio. Euro erzielt und können unserer Eigentümerin eine Dividende zahlen. Damit haben wir das fünfte Jahr in Folge positiv abgeschlossen. Das zeigt, dass ein öffentliches Unternehmen wirtschaftlich geführt werden kann. Wir haben im vergangenen Jahr 54 Mio. Euro investiert, um die Stadt zukunftsfit zu machen. Für dieses Jahr und die Folgejahre sind Investitionen von jeweils 70 Mio. Euro geplant, ohne das Hallenbad. Das ist ein Sonderprojekt. Hier sind wir auf Schiene – hinsichtlich des Zeit- und Kostenplans. Mit unseren Investitionen tragen wir massiv zur Wertschöpfung im Land bei und agieren als Wirtschafts- und Jobmotor in Klagenfurt und Umgebung.
In welche Bereiche wird investiert?
Das Stromnetz wird massiv ausgebaut, wir richten das Netz für Batteriespeicher und Ladestationen für die E-Mobilität, unter anderem Ein-Megawatt-Stationen für Lkw her. Hohe Investitionen gibt es auch in die Erneuerung des Wasserversorgungsnetzes. Wir erweitern das Glasfasernetz und bauen das Fernwärmenetz zum Tausch von Ölheizungen weiter aus. Mittlerweile wird bereits jeder zweite Klagenfurter Haushalt mit Fernwärme versorgt. Unsere Fernwärmeanlagen werden zu 90 Prozent mit Biomasse aus Abfallholz oder Schadholz aus Sturmereignissen und Käferbefall betrieben. Es kommt aus Kärnten und Umgebung, weitere Anfahrtswege wären nicht wirtschaftlich.
Stichwort Wasser. Die Klagenfurter Bevölkerung hat sich an ihr gutes Wasser gewöhnt, da fällt ein Ereignis wie 2024 mit einer Verunreinigung, auch wenn sie temporär und lokal begrenzt war, besonders auf. Welche Erkenntnisse hat man daraus gewonnen?
…