„Gemeinsam erhöhen wir unsere Schlagkraft im internationalen Wettbewerb und treten als starke Stimme im Süden auf.“
Wirtschaftsachse Kärnten-Steiermark stärkt Area Süd
Im Amt der Kärntner Landesregierung empfingen kürzlich Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig und WKK-Präsident Jürgen Mandl ihre steirischen Kollegen Landesrat Willibald Ehrenhöfer und WK-Steiermark-Präsident Josef Herk. Ziel des Arbeitstreffens war es, die Weiterentwicklung des gemeinsamen Wirtschaftsraums voranzutreiben und den internationalen Außenauftritt zu stärken.
Anlass bildet die Inbetriebnahme der Koralmbahn: „Diese einmalige Chance nutzen wir, um den Süden Österreichs als starken, gemeinsamen Wirtschaftsraum zu positionieren“, so die beiden Wirtschaftslandesräte. Die bereits zuvor etablierte Wirtschaftsachse Kärnten-Steiermark sollte durch das Treffen noch enger verbunden werden, konkrete Schritte wurden festgelegt. „Ziel ist es, die neue Wirtschaftsregion international sichtbar zu machen: als dynamischer Standort mit großer Innovationskraft. Gemeinsam erhöhen wir unsere Schlagkraft im internationalen Wettbewerb und treten als starke Stimme im Süden auf – auch gegenüber dem Bund, bei Projekten, bei denen das notwendig ist. Mit den Themen und Maßnahmen, die wir heute abgestimmt haben, gelingt uns ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung des Wirtschaftsraumes“, so Schuschnig.
Forderungen an den Bund
Um den Wirtschaftsraum Süd bestmöglich voranzubringen, sei eine nachhaltige Unterstützung vonseiten der Bundesregierung notwendig, so Landesrat Willibald Ehrenhöfer: „Die Koralmbahn ist eine Jahrhundertchance für beide Länder und gemeinsam setzen wir nun die ersten Schritte für einen gemeinsamen und international sichtbaren Wirtschaftsraum Südösterreich. Damit unser Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, braucht es klare Unterstützung durch die Bundesregierung – insbesondere bei Infrastruktur, Fachkräften, Innovation und internationaler Positionierung. Steiermark und Kärnten werden hier geschlossen als starke Süd-Achse in Wien auftreten. Gemeinsam Synergien heben, Potenziale nutzen, künftige Doppelgleisigkeiten vermeiden und so unsere Stärken zu stärken: So kann es gelingen, unseren Wirtschaftsstandort mit hoher Innovationskraft und exzellenter Lebensqualität nachhaltig zu stärken und international wirksam zu positionieren“, betonte Ehrenhöfer.
„Damit unser Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, braucht es klare Unterstützung durch die Bundesregierung.“
Besondere Stärken liegen dabei im Bereich der Forschung und Entwicklung, bei der die Area Süd schon jetzt im europaweiten Spitzenfeld liegt. Diese Vorreiterrolle soll zukünftig auch auf den Bereich der Wertschöpfung und Wirtschaftsleistung ausgebaut werden.
Gemeinsames Standortmarketing
Ein weiteres Anliegen des Arbeitstreffens war es, die gemeinsame Vermarktung des Standorts Südösterreich zu forcieren. Insbesondere gelte dies für wichtige Treffen der Wirtschaftsbranche, etwa die EXPO 2027 in Belgrad, und die Positionierung des Standorts als Wasserstoff-Valley. Zudem soll es gemeinsame Wirtschaftsmissionen geben. „Gerade im Bereich Wasserstoff verfügt unser Standort über viel Know-how und ein breites Anwendungsportfolio. Unser Ziel ist es, das gemeinsame ‚Hydrogen Valley‘ international als Vorzeigeprojekt zu etablieren und damit noch stärker als Innovationsstandort wahrgenommen zu werden“, erklärt Schuschnig. Auch bestehende Förderinstrumente sollen zukünftig stärker aufeinander abgestimmt werden. In den Bereichen Photovoltaik, Stromspeicheranlagen oder betriebliche Investitionen in die Kreislaufwirtschaft werden bereits jetzt Maßnahmen harmonisiert.
„Die Area Süd kann ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn auf die Koralmbahn auch die richtigen Begleitmaßnahmen folgen.“
„Die Area Süd kann ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn auf die Koralmbahn auch die richtigen Begleitmaßnahmen folgen. Für die Wirtschaft ist klar: Wir brauchen den raschen Ausbau des Logistikcenters Fürnitz, eine leistungsfähige Güterbahntrasse im Zentralraum und eine bessere Anbindung der Betriebe an den Schienengüterverkehr. Erfolgreiche Beispiele wie der Güterbahnhof in Kühnsdorf, aber auch der IC-Halt in Südkärnten zeigen, dass gezielte Maßnahmen eine ganze Region aufwerten. Jetzt geht es darum, diese Ansätze weiterzuverfolgen und gemeinsam mit dem Bund die Infrastruktur so auszubauen, dass aus der Koralmbahn eine echte wirtschaftliche Lebensader für den Süden Österreichs wird“, hält der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Jürgen Mandl, fest.
Entwicklungsfelder der Area Süd
Neben der gemeinsamen Vermarktung ist der Aufbau eines gemeinsamen digitalen Wirtschaftsraums ein weiteres Kernprojekt der Wirtschaftsachse. Die Ballungsräume Klagenfurt/Villach und Graz sollen künftig über leistungsfähige Glasfaserverbindungen direkt miteinander verbunden und als gemeinsamer Internetknoten an internationale Datenhighways angeschlossen werden. Auch in der Holzwirtschaft wollen Kärnten und die Steiermark als waldreichste Bundesländer mit starker Holzindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette enger zusammenarbeiten.
„Erste gemeinsame Projekte zeigen, dass wir über Landesgrenzen hinweg schneller, effizienter und innovativer agieren können.“
WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk hebt die Bedeutung der gemeinsamen Wirtschaftsregion im Süden Österreichs hervor: „Der neue Wirtschaftsraum Area Süd ist ein starkes Signal dafür, wie eng Kärnten und die Steiermark wirtschaftlich bereits zusammengewachsen sind und welches Potenzial darin steckt. Erste gemeinsame Projekte zeigen, dass wir über Landesgrenzen hinweg schneller, effizienter und innovativer agieren können. Für die Unternehmen eröffnet Area Süd neue Chancen bei Fachkräften, Wertschöpfung und internationalen Märkten. Entscheidend ist, dass wir diesen Weg konsequent weitergehen und weitere Projekte zügig umsetzen. Dieser Wirtschafts-, Lebens- und Kulturraum ist eine Riesenchance für den Standort und ein klarer Gewinn für die Betriebe in beiden Bundesländern.“
© LPD Kärnten/Helge Bauer