Wirtschaft

Wirtschaftskammer: Lockerungen für Tourismus-Mitarbeiter gefordert

Maskenpflicht trotz "3G" für Mitarbeiter im Tourismus? Wenn es nach Vertretern der Wirtschaftskammer (WK) Kärnten geht, sollte dies abgeschafft werden.

Ob getestet, genesen oder geimpft: Mitarbeiter im Tourismus müssen Maske tragen – auch im Freien. Erfüllen sie eine 3G-Regel, kann es auch ein Mund-Nasen-Schutz (statt FFP2-Maske) sein. Josef Petritsch, Obmann der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, empfindet diese Maskenpflicht vor allem im Sommer als "enorme körperliche Belastung". "Bei Temperaturen um die 30 Grad mit einem Mund-Nasen-Schutz zu servieren, bringt aus gesundheitlicher Sicht mehr Risiken als Vorteile. Das ist gesundheitlich unzumutbar." Großteils werden Tourismus-Umsätze im Sommer im Freien erzielt und da, so Petritsch, ist das Ansteckungsrisiko gering.

Befreiung von der Maskenpflicht gefordert

Er erwartet sich eine Entbindung der Mitarbeiter von der Maskenpflicht, wenn sie eine 3G-Regel erfüllen. Und auch Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie, ist dafür: "Ich kann den Entscheidungsträgern nur einen Selbstversuch empfehlen: Arbeiten Sie einige Stunden mit Maske bei sommerlichen Temperaturen und Sie werden sehen, dass das unmöglich ist!"

Gültigkeitsdauer von Tests verlängern

Die beiden Tourismus-Vertreter würden sich auch eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer von Corona-Testnachweisen wünschen. Denn seit heute gilt für Mitarbeiter im Tourismus: Statt einer Gültigkeit eines Tests von sieben Tagen sind es nur noch ein bis drei Tage. In anderen Branchen wären die Regelungen viel lockerer, kritisiert Sternad: "Wenn sich ein Tourismus-Mitarbeiter testen lässt, gilt dieser Test für 24 bis 72 Stunden. Mit demselben Test kann ein Friseur, Kosmetiker oder Masseur sieben Tage lang arbeiten, obwohl diese in viel engerem Kontakt zu ihren Kunden stehen und vor allem in Innenräumen tätig sind. Wir arbeiten gerade im Sommer viel draußen und können Abstand zu unseren Gästen halten, trotzdem gelten für uns die strengeren Regeln. Wo bleibt hier die Logik?"

Mehr Testkapazitäten

Mitarbeiter im Tourismus können sich derzeit einmal pro Woche im Rahmen des Angebots von "Sichere Gastfreundschaft" testen lassen. Sternad fordert: "Die Testkapazitäten müssen dringend ausgebaut werden, um eine flächendeckende Testung der Mitarbeiter gewährleisten zu können. Zusätzlich benötigen wir ein höheres Kontingent an Selbsttests zur Eigenanwendung."

Vertreter der Wirtschaftskammer fordern Lockerungen für Tourismus-Mitarbeiter. – Foto: Unsplash/Gabriella Clare Marino
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