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Gesundheit
20.09.2022

Ausatmen und dranbleiben: Resiliente Unternehmen bleiben auf der Reise!

In den letzten beiden Jahren durften Unternehmen zeigen, was es braucht, um eine Krise zu überstehen.

Social Skills werden hilfreicher als fachliche Skills wahrgenommen, Eigenschaften wie Flexibilität und die Bereitschaft für Veränderung sind hoch im Kurs, der Mensch und seine Bedürfnisse dienen als Katalysator und plötzlich ist es erlaubt, von Ängsten, Sinnorientierung und Wertehaltungen zu sprechen. Wertschätzung und Achtsamkeit sind salonfähig geworden. Auch wenn diese zwei Begriffe inflationär verwendet werden, deute ich es als positives Zeichen, dass wir überhaupt im Businessalltag darüber reden können bzw. wollen und vielerorts sogar müssen. Resiliente Unternehmen wissen allerdings, dass sie nach der Krise nicht wieder zurück an den Start dürfen, sondern die neuen Rituale die zukünftige Basis der Zusammenarbeit darstellen. Konkret heißt das:

• prozessorientierte Meetings statt Routine-Treffen
• individuelle Arbeitszeitmodelle statt pauschaler Angebote
• Coaching statt Mitarbeitergespräche
• menschenspezifische statt branchenspezifische Arbeitsweisen
• individuelle Entwicklungs-Maßnahmen statt MitarbeiterInnen-Events

Lösungsorientierung stärken

Stärken Sie die Lösungsorientierung und Zukunftsorientierung, die Selbstwirksamkeit und die Selbstverantwortung, die Beweglichkeit und die Akzeptanz Ihrer Teams. Drei meiner Lieblingstools dazu sind:

1. Mittelfinger-Mittwoch:

Treffen sie sich jeden (ersten) Mittwoch (im Monat) und besprechen sie die Hürden und Tiefpunkte, Fehler und Hoppalas des Vormonats. Versuchen Sie im Team zu neuen Ideen zu kommen, solche Herausforderungen in Zukunft erfolgreich zu lösen. Geben Sie Negativem den Raum und Platz um daraus die Fähigkeit zu ­trainieren, Lösungen zu finden, in die Zukunft zu schauen, um besser zu werden. (Lösungsorientierung)

2. Buch-Klub:

Sorgen Sie für ein Projekt ausserhalb der Projekte im Unternehmen. Lesen Sie im Kollektiv ein Fachbuch, diskutieren sie in der Runde einmal im Monat/Quartal über die Inhalte. Und vor allem, laden Sie eine themenmotivierte Person ein, die Erkenntnisse des Buches an die anderen MitarbeiterInnen weitergibt. Dadurch bekommen Menschen eine Wirksamkeit über ihre berufliche Rolle hinaus. (Selbstwirksamkeit)

3. Authentizität ist ein Wunsch an andere und gleichzeitig ein klarer Auftrag an sich selbst.

Starten Sie deswegen zuerst mit Ihrer eigenen resilienten Selbstführung, bevor Sie andere anhalten, diese zu stärken. (Selbstverantwortung)

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Gastkommentar von Angelika Pinter, MSc
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