Foto: Klimafonds/Krobath
Wirtschaft
14.06.2022

Eine Region hat sich dem Klimaschutz verschrieben

Die Klima- und Energie-Modellregion Nassfeld-Pressegger See, Lesachtal und Weissensee soll fortan als Österreichs Vorzeige- und Modellregion in Sachen Klimaschutz dienen und möglichst viele Nachahmer finden.

Kürzlich wurde die Oberkärntner Region vom Klimaschutzministerium und den Klima- & Energiefonds mit dem Titel „Nachhaltigste Region Österreichs“ ausgezeichnet. „Nachhaltig handeln bedeutet für uns nicht eine Aneinanderreihung von Maßnahmen sondern Haltung. Wir alle sind Teil des Lebensraumes, von dem und mit dem wir leben“, erklärt KEM-Managerin Alexander Risslegger. Mit der Forcierung einer regionalen Ernährungssouveränität, der deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen, einer forcierten Energieeffizienz oder dem Ausbau bedarfsgerechter, nachhaltiger Mobilität und erneuerbarer Energie, sowie einer bewussten Weiterentwicklung der Region, will die Region primär den Menschen in den Tälern dienen und zur Existenzsicherung beitragen. „Vor allem auch im Sinne einer Enkeltauglichkeit. Durch die Hebung der Lebens- und Freizeitqualität profitieren Einheimische wie Gäste, die - im Gleichklang lebend - sich gegenseitig wertschätzend begegnen“, so Risslegger.

Ressourcenschonende Nutzung der Naturräume

Bereits seit einigen Jahren verfolgt die Oberkärntner Region mit den Lebensräumen Nassfeld-Pressegger See, Lesachtal und Weissensee das Ziel, die Lebens- und Erholungsräume für Einheimische wie für Gäste zur „Welt des guten Lebens“ zu machen. „Dabei haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die zu einer ressourcenschonenden Nutzung der Naturräume, zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und zur Erreichung der internationalen Nachhaltigkeitsziele der UN sowie der Green Deal-Ziele der EU beitragen.“

Hohe Lebensqualität erhalten

Zum Ziel hat es sich die „nachhaltigste Region Österreichs“ gesetzt, die THG-Emissionen um 55 Prozent zu senken, 100 Prozent des Gesamtstromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu schöpfen, eine 30-prozentige Zunahme der Bio-Mitgliedsbetriebe zu erreichen und vier zusätzliche regionale Marktplätze des guten Geschmacks in der Region zu schaffen. „Des Weiteren wollen wir die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf zehn Prozent erhöhen, die Aufenthaltsdauer der Gäste auf sechs Tage steigern, eine 50-prozentige Zunahme der Slow Food Travel-Mitgliedsbetriebe erreichen, zehn Market Gardens in der Region schaffen und die hohe Lebensqualität erhalten und die Inwertsetzung der Naturräume in den Tälern erreichen“, erklärt die KEM-Managerin.

Einige Maßnahmen umgesetzt

Um diese Ziele zu erreichen, wurden bereits einige konkrete Maßnahmen gesetzt. „Wir haben Klima- und Energieprojekte umgesetzt und gemeinsam mit dem Verein energie:autark zur Bewusstseinsbildung beigetragen. Des Weiteren konnte eine elektrifizierte Bahnstrecke im Stundentakt zwischen Villach und Hermagor umgesetzt werden.“ Mittlerweile gibt es auch bereits über 40 E-Auto-Ladestationen in der gesamten Region. „Sieben Betriebe, die mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifiziert sind, befinden sich bei uns in der Region. Auch die Zertifizierung „weltweit erste Slow Food Travel-Destination“ haben wir bekommen“, erklärt Alexandra Risslegger.

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