Wirtschaft

Jüngste Generation bei Frierss in den Startlöchern

Die Frierss-Chefs Rudolf und Kurt – sie sind Brüder – erhalten Unterstützung von ihren Söhnen. Wurst- und Schinkentradition wird so nun schon in fünfter Generation gelebt.

1898 gründete Rudolf Frierss jenes Unternehmen, das für Kärntner Wurst- und Schinken-Tradition steht. "Erster Wursterzeuger in Villach" war er damals. Die zweite und dritte Generation produzierte höchst erfolgreich italienische Spezialitäten aus österreichischem Fleisch – Mortadella, Salami oder Prosciutto. Seit über 30 Jahren sind die Brüder Rudolf und Kurt Frierss in leitender Funktion, die vierte Generation. Rudolf Frierss leitet den Betrieb, Kurt Frierss ist verantwortlich für Produktion und Qualitätsmanagement. Kärntner Spezialitäten wie die Kärntner Bergsalami oder den Kärntner Bauernschinken machten sie national und international bekannt.

Die fünfte Generation

Nun ist bereits die fünfte Generation am Start – mit Kurt jun., der die Agenden seines Vaters übernimmt. Kurt Frierss wird aber weiterhin mit seiner Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Rudolfs Sohn Christoph hat ebenfalls das Jus-Studium abgeschlossen und arbeitet nun im Betrieb als Key Account Manager (Verkauf).

Das Unternehmen beschäftigt heute 110 Mitarbeiter und produziert an zwei Standorten – in Villach und Treffen am Ossiachersee (Rohschinken-Manufaktur) – rund 150 Wurst- und Schinken-Spezialitäten. Mit "Frierss Feines Haus" gibt es seit acht Jahren ein Restaurant, dessen Küche vielfach ausgezeichnet wurde.

Regional, nachhaltig, innovativ

Frierss setzt nicht nur auf Regionalität – mit heimischem Fleisch und traditionellen Rezepten. Auch Nachhaltigkeit ist ein Schwerpunkt. Kürzlich wurde in eine neue Dampfkesselanlage investiert, durch welche das Einsparen von 60 Tonnen CO2 jährlich möglich wird. Bei der Verpackung wird ständig optimiert, um Plastik zu reduzieren. Der Fokus liegt ebenso auf Innovation und neue Produkte werden auch regelmäßig prämiert, zum Beispiel der Kärntner Rohschinken Gartenkräuter (Austria Produkt des Jahres 2019). Innovativ klingt auch der Zirbenrauchschinken.

Wo gibt es Frierss-Spezialitäten? Im Lebensmittel-Einzelhandel, im Großhandel, in Feinkost-Läden oder in der Gastronomie bzw. in eigenen Fachgeschäften und im neuen Online-Shop. Immerhin erzielt der Betrieb ca. zehn Prozent des Umsatzes mit den Ländern Deutschland, Kroatien, Italien, Ungarn, Südkorea und Japan.  

Gemeinsam als Familie erfolgreich: Kurt, Kurt jun., Rudolf und Christoph Frierss (von links) – Foto: Martin Hofmann
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