Wirtschaft

Kelag übernimmt Kraftwerke in Portugal und Frankreich

Die Kelag erwirbt zwölf Kleinwasserkraftwerke in Frankreich und Anteile an sieben Kleinwasserkraftwerken und sechs Windkraftanlagen in Portugal. In den zwei neuen Märkten möchte man weiter wachsen.

Zwölf Kleinwasserkraftwerke übernimmt die Kelag von RWE in Frankreich. Außerdem erwirbt die Kelag Anteile an sieben Kleinwasserkraftwerken und sechs Windkraftanlagen in Portugal. Stillschweigen herrscht, was den Kaufpreis betrifft. Zwei nationale Gesellschaften, über welche die RWE die Anlagen hält, gehen in das Eigentum der Kelag über.

Aufsichtsrat gab grünes Licht

Die 25 neuen Kraftwerke erhöhen die Leistung (anteilig) um 65 Mega-Watt (MW). Das entspricht einer zusätzlichen Jahreserzeugung von ca. 160 Millionen Kilowattstunden (anteilig), der Jahresbedarf von über 45.000 Haushalten. Damit erhöht die Kelag auch ihre Kraftwerksleistung um fünf Prozent (auf 1.458 MW), ebenso die Eigenstromaufbringung um fünf Prozent (auf 3,6 Milliarden Kilowattstunden). 16 Mitarbeiter wechseln zur Kelag. Die Kaufverträge sind unterschrieben, der Aufsichtsrat der Kelag hat grünes Licht gegeben. Vorstandssprecher Manfred Freitag: "Die vollständige Umsetzung erfolgt im Lauf des Jahres 2021, mit Wirkung 1. Jänner 2021."

Kraftwerkspark der Kelag wächst

RWE und Kelag sind schon länger "verbandelt". Die RWE hält direkt und indirekt 37,9 Prozent an der Kelag. Freitag sagt: "Die neu erworbenen Kraftwerksanlagen passen hervorragend in den Kraftwerkspark der Kelag, der aktuell aus 78 Wasserkraftanlagen, sieben Windparks und 21 Photovoltaik-Anlagen besteht. Auf der Basis unserer Kernkompetenzen treten wir nun in zwei neue Märkte ein und sehen die Chance, dort selektiv weiter zu wachsen."

Beitrag zum Klimaschutz

Mit dem Kauf werden auch die Aktivitäten in Sachen Klimaschutz verstärkt. Hier dürfe man keine Grenzen sehen, so Vorstand Danny Güthlein: "Wir verfügen über umfassende Kompetenzen in den Bereichen Wasserkraft und Windkraft, diese werden wir in die lokale Betriebsführung und Instandhaltung in Frankreich und Portugal einbringen." Das sichere auch Arbeitsplätze in Kärnten. "Klimaschutz endet nicht an Staatsgrenzen, jede aus erneuerbarer Energie erzeugte Kilowattstunde ersetzt eine thermisch erzeugte Kilowattstunde im europäischen Verbundnetz und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz."

Blickt man zehn Jahre zurück, so wuchs der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Kelag gewaltig: Die installierte Leistung wuchs um knapp 400 MW, die Jahreserzeugung um etwa 700 Millionen Kilowattstunden.

Die Kelag übernimmt Kleinwasserkraftwerke und Anteile an solchen in Frankreich und Portugal. – Foto: Pixabay/Arcaion
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