Umwelt

Pflanzenbasierte Verpackungen halten bei Kärntnermilch Einzug

Nachhaltigkeit ist bei Kärntnermilch kein Schlagwort. 2021 wird das Sortiment flüssiger Milchprodukte mit über 90 Prozent pflanzenbasiertem Material von Tetra Pak verpackt.

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit haben bei Kärntnermilch einen hohen Stellenwert. Nach vielen Meilensteinen in diesem Bereich (Beispiele siehe unten) folgt nun ein weiterer: Man stellt auf pflanzenbasiertes Verpackungsmaterial von Tetra Pak um, das zu mehr als 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Zum Einsatz kommen Karton (hergestellt aus Holz) und ein Kunststoff aus Zuckerrohr für die Verschlusskappe, die Beschichtung und das Top der Verpackung. Die neue Verpackung für flüssige Milchprodukte weist somit einen um 40 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck auf. Analysen zeigen weiters, dass die pflanzenbasierte Verpackung eine um 86 Prozent geringere Auswirkung auf das Klima hat als Glas-Mehrwegflaschen. "Wir setzen damit ein klares Zeichen und unterstreichen mit dieser Maßnahme, wie groß Nachhaltigkeit bei der Kärntnermilch geschrieben wird", bemerkt Geschäftsführer Helmut Petschar.

Helmut Petschar

"Wir setzen damit ein klares Zeichen und unterstreichen mit dieser Maßnahme, wie groß Nachhaltigkeit bei der Kärntnermilch geschrieben wird."

Erster Kunde in Österreich

Zuerst wird die 1-Liter-Tetra-Top-Verpackung umgestellt, dann folgen nach und nach alle weiteren Einheiten (flüssige Milchprodukte der Marke Kärntnermilch und Bio Wiesenmilch) bis zum Ende des Sommers 2021. Kärntnermilch-Obmann Albert Petschar ist überzeugt, dass man verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen muss: "Nur so hat unsere Landwirtschaft eine Zukunft."

Kärntnermilch ist nicht nur der erste Kunde von Tetra Pak in Österreich, der diese umweltfreundliche Verpackung verwendet, sondern einer der ersten weltweit, bestätigt Monika Praschek, Key Account Manager bei Tetra Pak.

Albert Petschar

"Nur wenn wir verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen, hat unsere Landwirtschaft eine Zukunft."

Meilensteine in Sachen Nachhaltigkeit und Qualität

Nachhaltigkeit als zentraler Leitwert des Unternehmens wird also gelebt, um das Ziel, die heimische, bäuerliche Landwirtschaft, die Kultur und die Almwirtschaft zu erhalten, erreicht wird. Schon im Jahr 1994 setzte man als damals erste Molkerei in Österreich auf die Verarbeitung von Bio-Milch zu Bio-Produkten. In den Jahren kam es immer wieder zu Weiterentwicklungen auf dem Bio-Sektor. Weitere Meilensteine: die weltbeste Rohmilch, gentechnikfreie Produktion seit 2006, Glyphosatfreiheit oder die Einführung der Produktlinie Bio-Wiesenmilch 2014. Weiters ist Kärntnermilch bereits seit 2003 als einzige Molkerei Österreich EMAS-registriert (europäisches Umweltmanagementsystem). Alle drei Jahre, auch 2021, wird ein Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, er erscheint demnächst.

Preis für langjährige Produktqualität

Vom Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) wurde Kärntnermilch nun zum 18. Mal mit der Auszeichnung "Preis für langjährige Produktqualität" geehrt. Fünf Jahre in Folge muss ein Betrieb an den internationalen Qualitätsprüfungen teilnehmen und pro Jahr mindestens drei Prämierungen erzielen, erst ab dem fünften Jahr gibt es die Auszeichnung.

Faire Verteilung entlang der Wertschöpfungskette

Um die hohe Qualitätsstandards halten zu können, müssen die Bestrebungen in diese Richtung auch entsprechend abgegolten werden. Petschar: "Eine faire Verteilung entlang der Wertschöpfungskette und eine Abgeltung der Mehrkosten ermöglichen erst den Erhalt und den Ausbau der Qualitäts- und Nachhaltigkeitsoffensive. Hier sind unsere Partner im Lebensmittelhandel gefragt und sollten eigentlich mit gutem Beispiel vorangehen, indem etwa Eigenmarken, die nicht in Österreich produziert werden, auch unsere hohen Standards erfüllen müssen."

Monika Praschek

"Mit der Einführung der ersten Tetra-Top-Verpackung aus pflanzenbasierten Rohstoffen für gekühlte Milchprodukte ist Kärntnermilch zudem nicht nur der erste Tetra-Pak-Kunde in Österreich, sondern sogar einer der ersten weltweit."

Keine Entschädigungszahlungen

Das Jahr 2020 war auch für Kärntnermilch kein leichtes. Tourismus und Gastronomie fielen lange aus, kurzfristige Nachfrage-Verschiebungen zum Lebensmittel-Einzelhandel galt es zu bewältigen. Doch es gelang. Trotzdem: Die Gastronomie macht ca. 20 Prozent des Umsatzes aus. Bisher erhielt das Unternehmen keine Entschädigungszahlungen.

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Das Geschäftsjahr 2020 bei Kärntnermilch
  • Milchlieferanten: 1.081
    • davon Bio-/Bio-Wiesenmilch-Lieferanten: 264
  • durchschnittliche Rohmilch-Jahresanlieferung pro Betrieb: 105.580 kg
  • Milchverarbeitung: 115,34 Millionen kg
  • Nettoumsatz: ca. 99,2 Millionen Euro
  • Exportquote: 28,5 Prozent
  • durchschnittlicher Mitarbeiterstand: 200 (per 31.12.2020)
  • durchschnittlicher Netto-Milchauszahlungspreis pro kg: 35,71 Cent
  • durchschnittlicher Netto-Bio-Wiesenmilch-Zuschlag pro kg: 11,75 Cent
  • Investitionen: 2,3 Millionen Euro
Pflanzenbasierte Verpackungen halten bei Kärntnermilch Einzug. – Foto: Oliver Zussner
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